Wir Zwei (SWE 1939 – DF 1941)

Wir zwei

Wir Zwei
Originaltitel: Vi två
Produktion: AB – Terraproduktion, Stockholm (Schweden), 1939
Regie: Schamyl Bauman
Deutsche Fassung: Atlas Film, Emil Unfried, Berlin
Dialogregie: Bruno Hartwich
Dialogbuch: ?
Tonsystem:  Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: Forum – Rheinische – Cürten – Südost (Verleihverbund)
Deutsche Erstaufführung:  1941

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Sture Ahrengren           – Sture Lagerwall       Oskar Schättiger
Kristina Ahrengren      – Signe Hasso              Anneliese Uhlig
Baltasar Ekberg             – Stig Järrel                  Harry Giese
Helena Ekberg               – Ilse-Nore Tromm   Hilde Seipp
Prof. Hagstam               – Gösta Cederlund     Walter Werner
Dr. Frodde                       – Carl Barcklind         Otto Henning

Inhalt:

Schwedische Ehekomödie: der Architekt Sture Ahrengren verlässt sein Architekturbüro um einen lukrativen Job mit seinem alten Freund, dem Ingenieur Ekberg, anzufangen. Doch dann verliebt sich Sture in Ekbergs Frau Helena…

Anmerkungen:

Die Schwedin Signe Hasso (1915-2002) war von 1933 bis 1941 mit dem deutschen Regisseur Harry Hasso verheiratet. 1938 drehte sie in Wien die Komödie „Geld fällt vom Himmel“. 1940 ging sie in die USA, wo sie 1943 „Ein himmlischer Sünder“ (Regie: Ernst Lubitsch), 1944 „Das siebte Kreuz“ (Regie: Fred Zinnemann) und 1950 „Hexenkessel“ (Regie: Richard Brooks) drehte. Danach geriet ihre Karriere ins Stocken; sie trat in schwedischen oder amerikanischen TV-Produktionen auf und spielte in New York Theater. Sie war auch als Dichterin und Schriftstellerin tätig.

Die deutsche Fassung wurde in Berlin hergestellt. Bei der Recherche bin ich als Synchronfirma sowohl auf die „Atlas-Film“ als auch auf Emil Unfried gestoßen. Möglicherweise handelt es sich um dieselbe Firma. Emil Unfried (21.4.1892 – 16.6.1949) trat früh der SPD bei, 1919 dann der KPD. Bis 1924 engagierte er sich stark in der KPD, wurde dann aber -er zählte zum rechten Flügel der Partei- in seiner Funktion abgelöst. Er kam dann zum Münzenberg-Konzern, wo er die Filmabteilung übernahm. Unfried war Mitbegründer der „Prometheus-Film“, der einzigen kommunistischen Filmproduktionsfirma der Weimarer Republik. 1933 gründete er eine eigene Filmfirma, die Forum-Film, wo er harmlose Unterhaltungsfilme wie „Der Etappenhase“ herstellte. Er hatte sich -wie seine Frau Lina Becker- ganz von der Politik zurückgezogen. Somit war er keinen Repressalien der Nazis ausgesetzt. Neben der Filmproduktion wurden bei Emil Unfried auch ausländische Filme synchronisiert. Nach Kriegsende wurde Emil Unfried wieder KPD-Mitglied. Aber er fiel bei den sowjetischen Machthabern bald in Ungnade: er kam ins „Spezial-Lager“ Sachsenhausen, wo er am 16. Juni 1949 verstarb.

Anneliese Uhlig (* 27. August 1918, Essen) zählte Ende der 1930er Jahre zum hoffnungsvollen Filmnachwuchs. Nach einer Auseinandersetzung mit Goebbels ging sie 1942 nach Italien, wo sie einige Filme drehte. 1944 musste sie nach Deutschland zurückkehren, wo sie in weiteren Filmen zu sehen war. Nach dem Krieg startete sie eine zweite Karriere als Reporterin; in Filmen trat sie nur noch gelegentlich auf. Sie lebt seit 1948 in den USA.

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