Maria Stuart (USA 1936 – DF 1937)

Maria stuart

Maria Stuart
Originaltitel: Mary of Scotland
TV-Titel in D: Maria von Schottland
Produktion: RKO, USA, 1936
Regie: John Ford
Deutsche Fassung: Selenophon-Filmgesellschaft, Wien
Dialogregie: Karl von Zieglmayr
Dialogbuch: Dipl. Ing. Bernhard Kulisz
Tonsystem: Western Electric (USA) – Selenophon (A)
Deutscher Verleih:
Österr. Erstaufführung:  Dez. 1936 (OF)
Deutsche Erstaufführung: 13.02.1974 (TV)

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Maria Stuart              – Katherine Hepburn      Lisbeth Hübel
Bothwell                     – Fredric March                Herbert Brunar
Königin Elisabeth    – Florence Eldridge         Margarete Fries
Darnley                       – Douglas Walton             Erik Frey
David Rizzio               – John Carradine              Harry Nestor
Moray                           – Ian Keith                          Walter Gynt
John Knox                   – Moroni Olsen                 Theo Götz
Throckmorton            – Alan Mowbray                  – Ludwig Donath
Lexington                    – Wilfred Lucas                   – Egon Curth
Donal                            – Alec Craig                         – Ludwig Donath
Burleigh                       – Lionel Pape                       – Egon Curth
Morton                         – Robert Barratt                 – Sigurd Lohde
Ruthven                        – William Stack                  – Peter Sturm

weitere Synchronsprecher: Liesl Kinateder, Marie Peita, Arthur Preis, Viktor Parlaghy

Inhalt:

Nach dem Tod ihres Gatten, Franz II., König von Frankreich, kehrt Maria Stuart 1561 in ihre schottische Heimat zurück. Von dort aus erhebt sie Anspruch auf den englischen Thron, den ihre Cousine, Elisabeth I., innehat. Zu Marias Gegnern gehören neben Elisabeth ihr Halbbruder Earl of Moray und der Glaubensführer John Knox. Auf Anraten ihres italienischen Sekretärs Rizzio heiratet Maria den Katholiken Lord Darnley, der nach Elisabeths Tod deren Thron erben wird. Maria willigt ein, obwohl sie eigentlich Lord Bothwell liebt. Daraufhin wird Rizzio ermordet und Maria Stuart muss ein falsches Geständnis unterschreiben. Bothwells Truppen können Maria und ihren Mann Darnley befreien. Maria bringt einen Sohn zur Welt; Darnley bezweifelt seine Vaterschaft und will seinem Sohn die Nachfolge verweigern. Er kann seine Vorhaben jedoch nicht mehr umsetzen, da er bei einem Brand umkommt. John Knox beschuldigt Bothwell des Mordes an Darnley. Moray hat indessen Truppen um sich gesammelt, die die Festung von Bothwell und Maria angreifen. Bothwell erklärt sich bereit, Schottland zu verlassen, wenn Maria Königin bleibt. Moray jedoch lässt Maria in den Kerker werfen. Sie kann zwar nach England fliehen, wird jedoch von Elisabeth zum Tode verurteilt.

Anmerkungen:

Katherine Hepburn und Fredric March spielten ihren Rollen bereits 1933/34 am Broadway, wo das Stück ein großer Erfolg wurde. Der Filmstoff wurde 1940 von Carl Froelich unter dem Titel „Das Herz der Königin“ mit Zarah Leander und Willy Birgel in Deutschland verfilmt, wurde aber kein allzu großer Erfolg.
Die österreichische Synchronfassung von „Maria Stuart“ hat es nie nach Deutschland geschafft. 1974 lief eine TV-Synchronisation erstmals in der Bundesrepublik.
Liesbeth Hübel hatte ihren beruflichen Mittelpunkt auf Wiener Theaterbühnen. Sie starb am 11. September 1963 in Wien, nur 45 Jahre alt.
Herbert Brunar (1897-1983) war von 1929 bis 1933 bei der Schlesischen Funkstunde in Breslau als Sprecher tätig. Er arbeite später in Wien und war auch in anderen Synchronisationen zu hören. Nach dem Krieg arbeitete er für verschiedene Radiosender, wie den ORF, den Hessischen Rundfunk oder auch Radio Bremen.
Margarete Fries (1911-2012) wuchs in Wien und Baden auf. Sie studierte Biologie, besuchte aber auch gleichzeitig das Reinhardt-Seminar. Sie war 1933 erstmals auf der Bühne zu sehen; schloss aber auch ihr Studium mit Promotion ab. 1938 verließ sie Österreich und ging in die Schweiz, wo sie in Bern und Zürich am Theater spielte. 1947 kehrte sie nach Wien zurück, ab 1948 war sie dann wieder am Volkstheater zu sehen, wo sie von 1954 bis 1987 ständiges Mitglied war. Daneben spielte sie aber auch immer wieder in der Schweiz und in Deutschland. Gelegentlich war sie auch in Kino- und TV-Filmen zu sehen.

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Lisbeth Hübel und Herbert Brunar bei den Synchronaufnahmen

Made in Austria- Synchronisation in Österreich

Ein weiteres Kapitel zum Thema „frühe Synchronisationen“ wurde in Österreich geschrieben. In der Regel liefen in Österreich die Synchronfassungen aus Deutschland. Nach der Machtergreifung der Nazis in Deutschland stellte sich aber die Frage, wie man denn die fremdsprachigen Filme dem österreichischen Publikum anbieten sollte, die nicht in Deutschland synchronisiert wurden. Denn viele Filme schafften nun die deutsche Zensur nicht mehr.  In der Regel liefen die Filme in Originalfassung mit Untertiteln- allerdings waren sie nicht übermäßig erfolgreich. Für die ausländischen Produzenten stellte sich also die Frage: den Zuschauern einen Film mit Untertiteln anzubieten: mit der Gewissheit, keinen übermäßigen wirtschaftlichen Erfolg einzufahren- oder aber eine Synchronisation für ein relativ kleines Absatzgebiet herstellen zu lassen.
Untrennbar ist das Thema Synchronisation in Österreich mit der Firma Selenophon verbunden. Die „Selenophon Licht- und Tonbildgesellschaft“ wurde 1929 in Wien von Hans Thirring und Oskar Czeija gegründet. Die Firma befasste sich vor allem mit der Entwicklung und Herstellung von Tonfilmen. Dafür meldete die Selenophon eine ganze Reihe von Patenten an. Bemerkenswert war die Tatsache, dass beim Selenophon-Tonverfahren die Tonaufzeichnung auf lichtempfindlichem Papier geschah, es war also eine Art Vorläufer des Magnettons.
Als Mitte 1930 sich die beiden Marktführer „Western-Electric“ (USA) und der deutsch-niederländische Küchenmeister-Tobis-Klangfilm-Konzern sich auf eine Aufteilung des Weltmarktes geeinigt hatten, gehörte Österreich eigentlich zum Tobis-Klangfilm-Konzern. 1932 einigten sich Selenophon und Tobis-Klangfilm auf eine Aufteilung des österreichischen Marktes; dieses Abkommen hatte die Selenophon sicher auch den guten Kontakten zur österreichischen Regierung zu verdanken. Bis 1938 stellte die Selenophon jedenfalls auch Spiel- und Kulturfilme her. Ab 1931 war die Selenophon auch für die Herstellung einer eigenen österreichischen Wochenschau verantwortlich. Mit dem Antritt der Regierung Dollfuß 1933 wurde daraus die Wochenschau „Österreich in Bild- und Ton“, die bis zum Anschluß an Hitler-Deutschland in jedem österreichischem Kino laufen musste.
Zurück zum Thema Synchronisation. Etwa ab Ende 1935 war die Selenophon nach zeitgenössischen Berichten in der Lage, technisch einwandfreie Synchronisationsarbeiten abzuliefern. So berichtete die „Österreichischen Film-Zeitung“ vom 7.02. 1936, dass eine Woche zuvor ein französischer Film in einer von der Selenophon hergestellten Eindeutschung in den Kinos angelaufen sei. Allerdings muss schon vorher in Österreich synchronisiert worden sein; der Richard-Tauber-Film „Liebeslied“ (Produktion British-International, London) lief schon 1934 in Synchronfassung. Das angegebene Tonsystem „Selenophon“ deutet auf eine Eindeutschung in Wien hin. Treibende Kraft der Selenophon-Synchronabteilung war der Dipl. Ing. Bernhard Kulisz (andere Schreibweise: Kulicz). Er war als Dialogregisseur und als Dialogautor für fast alle in Wien hergestellte Synchronarbeiten zuständig.
Mit dem Anschluss an Nazi-Deutschland endete auch die Arbeit der „Selenophon“. Der Besitzer Oskar Czeija wurde gezwungen, seine Firmenanteile an die Tobis abzugeben. Pro Forma existierte die Firma aber noch eine Weile, denn die 1939 hergestellte Synchronfassung des Films „Komtess von Parma“ führt noch die Selenophon als Synchronfirma auf. Das Ende der Selenophon bedeutete aber nicht das Ende der Synchronarbeit in Österreich. 1938 wurde die „Wien-Film“ als Nachfolger der Tobis-Sascha-Film gegründet. Die Tobis-Sascha-Film, eine deutsch-österreichische Produktionsgesellschaft,  befand sich bereits seit 1937 im Besitz der Cautio-Treuhand. Die Cautio-Treuhand war angeblich eine private Holdinggesellschaft, de facto aber direkt Propagandaminister Goebbels unterstellt. Die Cautio kaufte bereits seit 1933 Filmgesellschaften auf, mit dem Ziel, diese direkt dem Einfluss Goebbels zu unterstellen. Die Wien-Film nahm jedenfalls 1938 ihre Synchrontätigkeit auf. Auch hier war der Dipl. Ing. Bernhard Kulisz ganz maßgeblich an den Synchronarbeiten beteiligt.

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Lisbeth Hübel synchronisiert Katherine Hepburn in „Maria Stuart“ (1937). Im Hintergrund Dipl. Ing. Bernhard Kulisz, der Dialogregisseur.

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Nochmals „Maria Stuart“. Es synchronisieren Lisbeth Hübel und Herbert Brunar (Sprecher für Fredric March)

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Komtess(e) von Parma, 1939 deutsch synchronisiert

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Anzeige in der „Österreichischen Film-Zeitung“ für den US-Film „Flucht aus San Quentin“. Besonders groß der Hinweis auf die deutsche „Dubbing“-Fassung.

Schuesse in der Wueste
„Schüsse in der Wüste“, ein italienischer Kriegsfilm aus 1937, kam 1942 in die deutschen Kinos.

 

In Österreich hergestellte Synchronfassungen (Auswahl):

  • Liebeslied/ Blossom Time (1934, Selenophon?)
  • Das Kreuz von Golgatha/ Golgotha (1936, Selenophon)
  • Maria Stuart/ Mary of Scotland (1937, Selenophon)
  • 100 Männer um ein Mädel/ One Hundred Men and One Girl (1937, Selenophon)
  • Flucht aus San Quentin/ San Quentin (1937, Selenophon)
  • Drei süße Mädels/Three Smart Girls (1937, Selenophon)
  • Skandal/ Äktenskapsleken (1937, Selenophon)
  • Nächte in Neapel/ Naples au baiser defeu (1938, Wien-Film)
  • Komtess von Parma/ La Contesse die Parma (1939, Selenophon)
  • Schüsse in der Wüste/ Sentinelle di Bronzo  (1942, Wien-Film)

Die Kameliendame (USA 1936- DF 1937)

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Die Kameliendame
Originaltitel: Camille
Produktion: MGM, USA, 1936
Regie: George Cukor
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: Theodor Haerten
Dialogbuch: Paul Mochmann
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  05.11.1937

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Marguerite Gautier           – Greta Garbo               Cläre Ruegg
Armand Duval                    – Robert Taylor             Arthur Schröder
Monsieur Duval                  – Lionel Barrymore     Erich Ponto
Nichette                                – Elisabeth Allan        Herti Kirchner
Nanine                                   – Jessie Ralph              Margarethe Kupfer
Baron de Varville                – Henry Daniell           Herbert Hübner
Olympia                                 – Lenore Ulric              Tina Eilers
Prudence Dovernoy            – Laure Hope Crews  Inge van der Straaten
Gaston                                    – Rex O’Malley            Erich Fiedler

Für die Wiederaufführung 1951 ließ MGM den Film neu synchronisieren: mit Ingeborg Grunewald (Garbo), Axel Monjé (R. Taylor), Walther Suessenguth (L. Barrymore), Agnes Windeck (Jessie Ralph). Erich Fiedler sprach wie 1937 wieder für Rex O’Malley.

Inhalt:

Paris 1847. Marguerite Gautier, genannt die Kameliendame,  gehört zu den bekanntesten Kurtisanen der Hauptstadt. In der Oper lernt sie zufällig den jungen Diplomaten Armand Duval kennen. Die beiden verlieben sich. Doch Armands Familie lehnt die Kurtisane ab. Monsieur Duval redet auf Marguerite ein, auf Armand zu verzichten. Schweren Herzens verzichtet sie auf Armand. An Tuberkulose erkrankt, kehrt sie nach Paris zurück. Völlig verarmt und von allen verlassen, stirbt sie schließlich in den Armen ihres Geliebten Armand.

Anmerkungen:

„Die Kameliendame“ war der wohl erfolgreichste Film mit der „Göttlichen“. Der Film war eine Prestigeproduktion für MGM und wurde hervorragend besetzt. Den „Armand“ spielte der junge aufstrebende MGM-Star Robert Taylor.
In Deutschland lief übrigens 1935 ein gleichnamiger Film aus französischer Produktion.
In der deutschen Fassung wurde Greta Garbo von Cläre Ruegg (?- 1973) gesprochen, über die nur sehr wenig bekannt ist. U.a. war sie 1940/ 41 am Stadttheater in Aachen engagiert. 1949 hatte sie ihren einzigen Filmauftritt in „Hallo Fräulein“, wo sie die Mutter der Hauptdarstellerin Margot Hielscher spielte. Sie war in vielen Hörspielen der 1950er Jahre zu hören. Die Schauspielerin, Kabarettistin und Schriftstellerin Herti Kirchner (1913-1939) wurde mehrfach von MGM als Synchronschauspielerin eingesetzt. Herti Kirchner war mit dem Schriftsteller Erich Kästner befreundet, dessen Einfluss auf Kirchners Bücher unübersehbar ist. Herti Kirchner starb an den Folgen eines Autounfalls am 1. Mai 1939.

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Cläre Ruegg (1949)

„Die Kameliendame“ war der letzte Garbo-Film, der im damaligen Deutschen Reich lief. MGM kündigte für die Saison 1938/39 zwar noch ihren nächsten Film „Gräfin Walewska“ an- er lief offensichtlich aber nur noch in Österreich (in Synchronfassung; wer in dem Film der Garbo die Stimme geliehen hat, ist derzeit unbekannt). Der 1939 gedrehte „Ninotschka“ kam nicht durch die Nazi-Zensur.

Als 1948 dann der letzte, 1941 hergestellte Garbo-Film „Die Frau mit den zwei Gesichtern“ in die deutschen Kinos kam, wurde keine ihrer bisherigen Synchronstimmen berücksichtigt. Die Wahl fiel auf die Münchner Schauspielerin Eva Vaitl- allerdings war man mit dem Ergebnis nicht recht zufrieden. Für den nächsten Film -„Ninotschka“-, ebenfalls 1948 gestartet, fiel die Wahl auf Ingeborg Grunewald (1919-2000), die die Schwedin dann bis 1954 in sechs Neusynchronisationen sprach.

Fräulein Frechdachs (I 1941 – DF 1942)

Fräulein Frechdachs

Fräulein Frechdachs
Originaltitel: Scampolo
Produktion: Itala, Italien (1941)
Regie: Nunzio Malasomma
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Kurt Werther
Dialogbuch: Georg Rothkegel
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DiFu- Deutsch-Italienische Film-Union, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  28.10.1942, Berlin (Astor)

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Scampolo                 – Lilia Silvi                       Reva Holsey
Tito Sacchi               – Amedeo Nazzari         Wolfgang Lukschy
Gerardo Bernini     – Carlo Romano              Werner Pledath
Franca                       – Luisa Garella               Ursula Grabley
Giulia Bernini         – Nice Rainieri               Lotte Betke

Inhalt:

Der Ingenieur Tito Sacchi lebt mehr schlecht als recht in einer kleinen Pension. Eines Tages trifft er die junge Scampolo, die als Wäscheausträgerin arbeitet. Dann gewinnt Sacchi einen Wettbewerb. Nun hat er Geld und kann mit Scampolo zusammenleben.

Anmerkungen:

Der Filmstoff wurde gleich mehrfach verfilmt. 1928 als italienischer Stummfilm unter dem Titel „Das Mädchen der Straße“ mit Carmen Boni in der Titelrolle. Die erste Tonfilmversion war „Scampolo, ein Kind der Straße“ (Deutschland 1932) mit Dolly Haas. Die heute noch bekannteste Version ist von Alfred Weidenmann 1957 gedreht worden: „Scampolo“, mit Romy Schneider, Paul Hubschmid und Georg Thomalla. Im gleichen Jahr wurde eine deutsche TV-Version gedreht; in der Titelrolle Frances Martin.

 

Königin Christine (USA 1933 – DF 1934)

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Königin Christine
Originaltitel: Queen Christina
Produktion: MGM, USA, 1933
Regie: Rouben Mamoulian
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: Richard Scheinpflug
Dialogbuch: Helmut Brandis, Helena von Fortenbach
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  24.10.1934

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Königin Christine                   – Greta Garbo             Sonik Rainer
Don Antonio                             – John Gilbert             Siegfried Schürenberg
Graf Magnus                             – Ian Keith                    – ?
Kanzler Oxenstierna              – Lewis Stone               – ?

Für die Wiederaufführung ließ MGM den Film 1950/51 neu synchronisieren; mit Ingeborg Grunewald (Garbo), Wilhelm Borchert (Gilbert), Wolfgang Lukschy (Keith), Walther Suessenguth (Stone). Siegfried Schürenberg sprach in dieser Fassung für C. Montague Smith, eine kleine Nebenrolle.

Inhalt:

Schweden, 1632. Während des dreißigjährigen Krieges fällt König Carl Gustaf bei der Schlacht von Lützen. Seine kleine Tochter Christine übernimmt den Thron; die Amtsgeschäfte führt Kanzler Oxenstierna. Als junge Frau trägt Christine meist Männerkleidung; sie hat offenbar eine enge Beziehung zu ihrer Hofdame Edda. Als sie den spanischen Botschafter Don Antonio kennenlernt, verliebt sie sich in den Adligen. Doch als protestantische Königin ist eine Verbindung zu einem Katholiken unmöglich. Schließlich ist sie bereit, auf den Thron zu verzichten. Doch durch Intrigen wird ihr Geliebter bei einem Duell getötet. Auf Christine wartet eine ungewisse Zukunft.

Anmerkungen:

Greta Garbo machte 1932/33 eine einjährige Filmpause, die sie in Schweden verbrachte. Um seinen Star zurückzuholen, bot MGM ihr einen großzügigen  Vertrag an, der ihr weitreichende Mitsprachemöglichkeiten ermöglichte. „Königin Christine“ erwies sich in den USA als eher schwaches Geschäft- im Gegensatz zu Europa, wo der Film ein großer Kassenerfolg wurde. Die Garbo-Filme sollten sich von nun an vor allem im Ausland als Geschäft erweisen. Die männliche Hauptrolle sollte zunächst Laurence Olivier übernehmen; er wurde von der Garbo aber abgelehnt. So bekam John Gilbert, Garbos langjähriger Stummfilm-Partner, die Rolle. Gilbert gehörte zu den größten Hollywood-Stars der Stummfilmzeit. Mit dem Beginn des Tonfilms sank seine Beliebtheit. Es wurde damals immer wieder berichtet, dass seine Stimme den Ansprüchen des Tonfilms nicht genügte; das stimmte allerdings nicht. Es waren vor allem Streitigkeiten mit dem Studioboss Louis B. Mayer, der ihn immer mehr in belanglosen Streifen auftreten ließ. 1936 erlag John Gilbert, der seit Jahren auch an Alkoholproblemen litt, einem Herzinfarkt. Er wurde nur 38 Jahre alt.

„Königin Christine“- Schlussszene

Mata Hari (USA 1931 / DF 1932)

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Mata Hari
Originaltitel: Mata Hari
Produktion: MGM, USA, 1931
Regie: George Fitzmaurice
Deutsche Fassung: MGM Studios Hollywood/USA
Dialogregie: ?
Dialogbuch: ?
Tonsystem: Western Electric
Deutscher Verleih: MGM, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  12.09.1932, Berlin (Mozartsaal)

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Mata Hari                        – Greta Garbo                   Aida Stuckering
Lt. Alexis Rosanoff       – Ramon Novarro            Egon von Jordan
General Schubin            – Lionel Barrymore           – ?
Adriani                             – Lewis Stone                     – ?

MGM ließ den Film 1952 neu synchronisieren: mit Ingeborg Grunewald (Garbo), Klaus Schwarzkopf (Novarro), Siegfried Schürenberg (L. Barrymore), Walther Suessenguth (Stone).

Inhalt:

Paris im ersten Weltkrieg. Die exotische Tänzerin Mata Hari spioniert im Auftrag der Deutschen den russischen General Schubin aus. Der deutsche Spionagechef Adriani erpresst die Tänzerin und droht ihr mit Ermordung, falls sie abspringe. Trotzdem verliebt sich Mata Hari in den jungen russischen Offizier Rosanoff. Sie stiehlt Rosanoff wichtige Papiere. Doch inzwischen ist die französische Spionageabwehr Mata Hari auf die Spur gekommen. Sie wird verhaftet und zum Tode verurteilt. Kurz vor ihrer Hinrichtung bittet Mata Hari noch einmal ihren Geliebten sehen zu dürfen. Danach wird sie erschossen.

Anmerkungen:

Der gebürtige Mexikaner Ramon Novarro war schon zu Stummfilmzeiten ein großer Star des US-Kinos. Sein größter Erfolg war die Verfilmung von „Ben Hur“ (1925), mit Novarro in der Titelrolle. Mit dem Aufkommen des Tonfilms drohte Novarro ein Karriereknick, da er mit starkem mexikanischem Akzent sprach. Er wurde jedoch von MGM behutsam für den Tonfilm aufgebaut, so dass er eine Zeitlang seine Popularität halten konnte. 1934 wurde sein MGM-Vertrag nach einer Reihe von Flops gekündigt; sein Alkoholismus tat ein übriges. In der Folgezeit arbeitete er hauptsächlich als Makler, war aber bis in die 1960er Jahre immer wieder als Schauspieler oder Regisseur tätig. 1968 wurde Novarro von einem homosexuellen Brüderpaar in seinem Haus ermordet.

Auch dieser Film wurde noch in den USA selbst deutsch synchronisiert. Egon von Jordan (1902-1978) gehörte zu den deutschsprachigen Schauspielern, die mit dem Aufkommen des Tonfilms für deutsche Versionen von Hollywood engagiert wurden. Nachdem MGM 1931 das Drehen von Versionsfilmen einstellte, wurde vielen Schauspielern das Synchronisieren in der Landessprache angeboten. So war von Jordan mehrfach die deutsche Stimme von Ramon Novarro. Er kehrte Anfang 1933 in seine Heimatstadt Wien zurück. Er war danach oft an österreichischen oder deutschen Bühnen tätig und war auch immer wieder in Kinofilmen zu sehen.

Eine zeitgenössische Filmbesprechung in der „Vossischen Zeitung“ übt Kritik am Film und auch an der deutschen Synchronisation:

Mata Hari- kritik Vossische zeitung

 

 

 

Verschwörung gegen Marco (I 1941 – DF 1942)

Verschwörung gegen Marco
Originaltitel: Marco Visconti
Produktion: C.I.F. , Italien (1941)
Regie: Mario Bonnard
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Kurt Werther
Dialogbuch: Georg Rothkegel
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DiFu- Deutsch-Italienische Film-Union, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  Ende 1942

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Marco Visconti           – Carlo Ninchi                Walther Suessenguth
Ottorino Visconti       – Roberto Villa               Harry Giese
Maria del Balzo           – Mariella Lotti              Erika Goerner
Lodrisio Visconti        – Alberto Capozzi          Alfred Haase
Oldrado del Balzo       – Guglielmo Barnabò   C.W. Burg
Tremacoldo, Hofnarr – Ernesto Almirante    Eduard Bornträger
Graf Rusconi                – Alfredo de Antoni       Wolf Trutz
Pelagrua                         – Mario Gallina               Alfred Schieske
Lupo                                – Augusto di Giovanni  Hans Meyer-Hanno

in weiteren Synchronrollen: Hans Hessling, Hubert Moest, Hanns Eggerth

Inhalt:

Italien im Mittelalter. Marco Visconti ist ein erfolgreicher Heerführer. Seinem jungen Vetter Ottorino, ein junger strahlender Held, ist er ein fürsorglicher Freund. Und es gibt noch einen weiteren Vetter, den undurchsichtigen Lodrisio. Als Ottorino die junge Maria aus den Händen von Banditen befreit und in die Festung Marcos bringt, schlägt die Stunde Lodrisios. Geschickt sät er Zwist zwischen Marco und Ottorino, die beide die junge Maria begehren. Denn einst hatte Marco Marias Mutter heiraten wollen, was aber am Widerstand von Marias Eltern scheiterte. Inzwischen hat Lodrisio weitere Intrigen gegen Marco gesponnen. Bei einem Turnier soll Marco -anonym in Verkleidung- gegen Ottorino antreten und diesen töten. Doch Marco schont Ottorino, der nur leicht verletzt wird. Marco, der inzwischen die Intrigen durchschaut hat, stellt stattdessen Lodrigo und verletzt ihn tödlich. Doch mit letzter Kraft kann Lodrigo einen Pfeil auf Marco abschießen. Tödlich verwundet tritt Marco seinen Widersachern entgegen, die daraufhin aufgeben. Ottorino und Maria werden ein Paar.

Anmerkungen:

Carlo Ninchi (1896-1974) war besonders in den 1940er Jahren ein Star des italienischen Kinos und auch in Deutschland oft zu sehen („Santuzza“, „Ehen in Verwirrung“, „Skandal um Dora“, „Unsichtbare Ketten“, „Die letzten von Giarabub“). Häufig wurde er von Werner Pledath oder Walther Suessenguth synchronisiert.

 

Ursula Grabley

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(Ursula Margarete Marie Feodora Grabley)
(08.12.1908, Woltersdorf bei Berlin – 06.04.1977, Brilon)

Ihre Eltern waren der Arzt Dr. med. Paul Ludwig Grabley und seine Ehefrau Johanna Elisabeth, geb. Rohrbeck. Sie erhielt Privatunterricht und besuchte Mädchenpensionate in Weimar und Wolfenbüttel. Sie machte eine Ausbildung an der Handelsoberschule in Hamburg und nahm Tanzunterricht an der Tanzbühne Laban. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie an den Hamburger Kammerspielen. Hier lernte sie auch ihren ersten Ehemann, Viktor de Kowa kennen, den sie 1926 heiratete. 1928 gehen die beiden an die Volksbühne in Berlin. Den Durchbruch schafft sie 1930 am Künstlertheater in der Komödie „Jill und Jim“. Es folgen weitere Engagements, u.a. am Theater am Kurfürstendamm. Nachdem sie 1929 -noch im Stummfilm- einen ersten kleinen Filmauftritt hat, gelingt ihr im Tonfilm ab 1931 der Durchbruch. Als modernes Mädel -selbstbewusst, burschikos, unbekümmert und temperamentvoll- (CINEGRAPH) ist sie die Partnerin von Harry Liedtke, Siegfried Arno, Conrad Veidt oder Hans Söhnker. Mit blonden Haaren präsentiert sie sich in Harry Piels „Der Dschungel ruft“ (1936). Mit Piel war sie auch in „Der unmögliche Herr Pitt“ (1938) auf der Leinwand zu sehen. Im selben Jahr heiratet sie, inzwischen von Viktor de Kowa geschieden, Edgar Heyl. 1939 wird sie nach einer Auseinandersetzung mit Propagandaminister Goebbels für den Film kaltgestellt. Sie spielt Theater und leiht ausländischen Kolleginnen in der Synchronisation ihre Stimme. Erst gegen Kriegsende sieht man sie wieder in kleineren Rollen beim Film, so in Käutners „Unter den Brücken“. Nach dem Krieg lebt Ursula Grabley in Hamburg. Sie spielt vor allem am Theater und tritt ab 1949 gelegentlich in Kinofilmen vor die Kamera, später auch im TV („Der Kommissar“) auf. Ab 1939, nach ihrer Auseinandersetzung mit Goebbels, synchronisiert Ursula Grabley viele Hauptrollen. Auch nach dem Krieg ist sie immer wieder im Synchronstudio aktiv.
Ursula Grabley, seit 1968 mit ihrem Jugendfreund Werner Gumpert verheiratet, erliegt am 6. April 1977 während einer Theatertournee im sauerländischen Brilon einem Schlaganfall.

Synchronrollen bis 1945 (Auswahl):
(angegeben sind der deutsche Verleihtitel, der synchronisierte Schauspieler, Synchronfirma und Synchronjahr)

  • Rivalin der Zarin (Annie Vernay, Lüdtke & Rohnstein, 1939)
  •  Katja, die ungekrönte Kaiserin (Danielle Darrieux, Lüdtke & Rohnstein, 1939)
  •  Ein Mann wird entführt (Maria Denis, Lüdtke & Rohnstein, 1940)
  •  Lotterie der Liebe (Laura Nucci, Lüdtke & Rohnstein,  1940)
  •  Alarm im Warenhaus (Assia Noris, Lüdtke & Rohnstein, 1940)
  •  Skandal um Dora (Assia Noris, Lüdtke & Rohnstein, 1940)
  •  Sehnsucht (Estrellita Castro, Lüdtke & Rohnstein, 1941)
  •  Fräulein Frechdachs (Luisa Garella, Lüdtke & Rohnstein, 1942)
  •  Nachtfalter (Hanna Witt/ Hana Vitova, Lüdtke & Rohnstein, 1942/43)

 

 

 

Skandal um Dora (I 1940 – DF 1940)

Skandal um Dora

Skandal um Dora
Originaltitel: Dora Nelson
Produktion: ICI, Italien (1940)
Regie: Mario Soldati
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Dr. Konrad P. Rohnstein
Dialogbuch: Dr. Konrad P. Rohnstein
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DiFu- Deutsch-Italienische Film-Union, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  August 1940, Berlin

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Dora Nelson/ Pierina Costa    – Assia Noris               Ursula Grabley
Giovanni Ferrari                         – Carlo Ninchi            Werner Pledath
Alberto                                           – Luigi Cimara           Werner Schott
der falsche Prinz                         – Nino Crisman         Harry Giese
Emilio, ein Optiker                     – Carlo Campanini   Alfred Haase
Renata                                             – Miretta Mauri         Käthe Vanden
Enrico                                              – Massimo Girotti     Kurt von Ruffin
Gepé                                                 – Nando Bruno          C.W. Burg

Inhalt:

Komödie um eine junge Frau, die einem Filmstar so verblüffend ähnlich sieht, dass sie deren Platz annimmt.

Anmerkungen:

Die gebürtige Russin Assia Noris (eigentl. Anastasia von Herzfeld, 1912-1998) hatte eine kurze Erfolgszeit im italienischen Film Ende der 1930er bis Anfang der 1940er Jahre. Einer ihrer Erfolgsfilme ist der hier besprochene „Skandal um Dora“. 1939 drehte sie mit Vittorio de Sica „Alarm im Warenhaus“, ebenfalls eine Komödie, in der sie in Deutschland ebenfalls von Ursula Grabley synchronisiert wurde. Zu nennen wäre noch „Walzer einer Nacht“ aus 1940, der in Deutschland 1941 anlief (Sprecherin war hier Reva Holsey). Nach dem Krieg drehte Assia Noris nur noch zwei Spielfilme.

 

Stürme über Morreale (I 1938- DF 1939)

Stuerme ueber Morreale

Stürme über Morreale
Originaltitel: Ettore Fieramosca
Produktion: Nembo, Rom (1938)
Regie: Alessandro Blasetti
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Dr. Konrad P. Rohnstein
Dialogbuch: Dr. Konrad P. Rohnstein
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DiFu- Deutsch-Italienische Film-Union, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  21.11.1939, Berlin (Astor)

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Ettore Fieramosca              – Gino Cervi                     Claus Clausen
Graiano d’Asti                     – Mario Ferrari                Alfred Haase
Giovanna de Morreale       – Elisa Cegani                  Edyth Edwards
Guy de la Motte                   – Osvaldo Valenti           Werner Scharf
Prospero Colonna               – Lamberto Picasso       Werner Schott
Don Diego Garcia                – Corrado Racca              C.W. Burg
Fulvia                                      – Clara Calamai                Käthe Vanden
Franciotto                              – Umberto Sacripante    Eduard Bornträger
Jacopo                                      – Carlo Duse                     Erich Dunskus
Gentilino                                – Andrea Checci              Oskar Schättiger

Inhalt:

1500. Franzosen, Spanier und Italiener kämpfen um die Festung Morreale, deren Herrin Giovanna de Morreale ist. Der Edelmann Ettore Fieramosca und der Abenteurer Graiano d’Asti kämpfen aber nicht nur um Morreale, sondern auch um deren Herrin…

Anmerkungen:

Claus Clausen (1899-1989), Soldat im ersten Weltkrieg, debütierte nach dem Abitur beim Nationaltheater in Weimar. Weitere Theaterstationen waren dann Gera, Zürich, Berlin und Königsberg. Von 1930 bis 1938 war er am Deutschen Theater bzw. Staatstheater in Berlin engagiert, danach bis 1944 am Schillertheater Berlin. Nach dem Krieg arbeitete er am Berliner Hebbeltheater, dann in Bochum, Bonn, Essen, Hannover, Wunsiedel und Wuppertal. Sein erster Kinofilm 1930 war auch sein bekanntester: in „Westfront 1930“ spielte er die Rolle des Leutnants, der an der Front einen Nervenzusammenbruch erleidet und in geistige Umnachtung fällt. Weitere Kinofilme mit Claus Clausen waren „Berge in Flammen“ (1931), „Hitlerjunge Quex“ (1933), „Der alte und der junge König“ (1935) oder „Der große König“ (1942). Nach dem Krieg war Clausen nur noch in zwei Kinofilmen zu sehen: in dem US-Film „Des Teufels Erbe“ (1952; Hauptrollen: Gene Kelly, Pier Angeli) war er ein fanatischer Altnazi; in „Der Cornet“ (1955), einem der wenigen Mantel- und Degenfilme der Bundesrepublik, spielte er den General Graf Spork. Vor und während des 2. Weltkriegs war Clausen auch als Synchronschauspieler tätig; so sprach er mehrmals den italienischen Kollegen Gino Cervi (später als „Peppone“ berühmt geworden).

Morreale-Synchro 3

Synchronarbeiten zu „Morreale“: von links Claus Clausen, Synchronregisseur Konrad P. Rohnstein sowie Edyth Edwards. Die Herren Ritter waren wohl als Beigabe gedacht…