Schiffbruch der Seelen (USA 1937- DF 1938)

Schiffbruch der Seelen
Originaltitel: Souls at Sea
Titel Österreich: Schrecken der Meere
Produktion: Paramount , 1937
Regie: Henry Hathaway
Deutsche Fassung: Paramount Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: Gerd D’Haussonville
Dialogbuch: ?
Tonschnitt: Friedrich Koppe
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: Paramount, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  22.02.1938

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Michael „Nuggin“ Taylor – Gary Cooper                 Siegfried Schürenberg
Powdah                                   – George Raft                  Harry Frank
Margaret Tarryton               – Frances Dee                Hertha Scheel
Lt. Stanley Tarryton            – Henry Wilcoxon         Oskar Schättiger
Babsie                                      – Olympe Bradna            Eva Maria Brock
Gaston de Bastonet             – Joseph Schildkraut     – ?
Barton Woodley                   – George Zucco                – ?

Der Film wurde 1953 neu synchronisiert herausgebracht, mit den Stimmen von Peter Pasetti (Cooper), Klaus Miedel (Raft), Sigrid Lagemann (Dee). Auch Siegfried Schürenberg war wieder zu hören, und zwar für George Zucco.

Inhalt:

1842. Michael „Nuggin“ Taylor wird nach einem Schiffsunglück verurteilt, den Tod von Menschen billigend in Kauf nahm, nachdem er sie aus dem Rettungsboot stieß. Nachdem Taylor abgeführt wird, tritt der Brite Barton Woodley vor Gericht und erzählt Taylors Geschichte:

Taylor und sein Freund Powdah haben auf einem Sklavenschiff angeheuert. Bei einer Sklavenmeuterei wird der Kapitän schwer verletzt und stirbt. Taylor übernimmt das Kommando und lenkt das Schiff in die Nähe eines britischen Patrouillenschiffes. Das Sklavenschiff wird von den Briten geentert, Taylor und Powdah nach Liverpool gebracht. Die Sklaven sind verschwunden, Taylor gibt zu Protokoll, dass er sie nach einem Zwischenhalt in die Freiheit entlassen habe. Der britischen Leutnant Tarryton, ein heimlicher Sklavenhändler, fragt Taylor aus.

Da es mehrere Vorfälle dieser Art gab, bei denen immer Taylor an Bord war, ist für die Briten klar, dass Taylor ein Gegner des Sklavenhandels war. Barton Woodley stellt ihn als Spion ein, der Sklavenschiff in die Hände der Briten lenken soll. Taylor willigt ein und geht mit Powdah an Bord der „William Brown“. An Bord ist auch Margaret Tarryton, die Schwester von Leutnant Tarryton, der die Liaison zwischen Taylor und Margaret zerstören will. Auch Powdah verliebt sich, in die ehemalige Zofe Babsie.

Dann bricht an Bord der „William Brown“ ein Feuer aus. Es kommt zu einer Explosion, bei der Babsie stirbt. Taylor versucht Ordnung zu halten und lässt die Menschen in das einzige Beiboot einsteigen. Dabei wird er von dem irre gewordenen Stanley niedergeschlagen. Es kommt zu einem Zweikampf bei dem Lt. Tarryton stirbt. Taylor bringt Margaret ins Beiboot und fordert Powdah auf, als letzten einzusteigen. Doch Powdah will an Bord bleiben und mit seiner toten Freundin Babsie untergehen. Er schlägt Taylor nieder und lässt ihn bewusstlos ins Beiboot bringen. Nun stürmen sämtliche noch an Bord befindliche Menschen das Beiboot, das dadurch zu sinken droht. Als Taylor erwacht, stößt er einen Teil der Menschen ins Wasser, um die anderen retten zu können.

Barton Woodley beendet seinen Beitrag und dankt Taylor im Namen der Königin; durch seinen Einsatz konnten weite Teile des afrikanischen Sklavenhandels zum Erliegen gebracht werden. Das Gericht beschließt nun, den Fall neu aufzurollen. Auch Margaret erkennt, dass Taylor so handeln musste.

Anmerkungen:

Gary Cooper wurde vor und nach dem Krieg öfters von Siegfried Schürenberg synchronisiert. Harry Frank (eigentl. Helmut Frank; 1896-1947) war zu Beginn des Tonfilms ein vielbeschäftigter Schauspieler. Seine Filmkarriere geriet allerdings Mitte der 1930er Jahre ins stocken. In der Synchronisation war Harry Frank schon ab 1931, damals noch in Joinville bei Paris, für die Paramount tätig. Später war er oft als Dialogregisseur bei der Paramount engagiert. Einen letzten Filmauftritt hatte Harry Frank als Gangsterboss in der DEFA-Produktion „Razzia“ (1947). Er starb am 12.12.1947 im Alter von nur 51 Jahren. Hertha (auch Herta) Scheel war zwischen 1930 und 1950 in einigen Kinofilmen in Nebenrollen zu sehen.

 

 

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