Die Kameliendame (USA 1936- DF 1937)

Kameliendame-03

Die Kameliendame
Originaltitel: Camille
Produktion: MGM, USA, 1936
Regie: George Cukor
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: Theodor Haerten
Dialogbuch: Paul Mochmann
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  05.11.1937

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Marguerite Gautier           – Greta Garbo               Cläre Ruegg
Armand Duval                    – Robert Taylor             Arthur Schröder
Monsieur Duval                  – Lionel Barrymore     Erich Ponto
Nichette                                – Elisabeth Allan        Herti Kirchner
Nanine                                   – Jessie Ralph              Margarethe Kupfer
Baron de Varville                – Henry Daniell           Herbert Hübner
Olympia                                 – Lenore Ulric              Tina Eilers
Prudence Dovernoy            – Laure Hope Crews  Inge van der Straaten
Gaston                                    – Rex O’Malley            Erich Fiedler

Für die Wiederaufführung 1951 ließ MGM den Film neu synchronisieren: mit Ingeborg Grunewald (Garbo), Axel Monjé (R. Taylor), Walther Suessenguth (L. Barrymore), Agnes Windeck (Jessie Ralph). Erich Fiedler sprach wie 1937 wieder für Rex O’Malley.

Inhalt:

Paris 1847. Marguerite Gautier, genannt die Kameliendame,  gehört zu den bekanntesten Kurtisanen der Hauptstadt. In der Oper lernt sie zufällig den jungen Diplomaten Armand Duval kennen. Die beiden verlieben sich. Doch Armands Familie lehnt die Kurtisane ab. Monsieur Duval redet auf Marguerite ein, auf Armand zu verzichten. Schweren Herzens verzichtet sie auf Armand. An Tuberkulose erkrankt, kehrt sie nach Paris zurück. Völlig verarmt und von allen verlassen, stirbt sie schließlich in den Armen ihres Geliebten Armand.

Anmerkungen:

„Die Kameliendame“ war der wohl erfolgreichste Film mit der „Göttlichen“. Der Film war eine Prestigeproduktion für MGM und wurde hervorragend besetzt. Den „Armand“ spielte der junge aufstrebende MGM-Star Robert Taylor.
In Deutschland lief übrigens 1935 ein gleichnamiger Film aus französischer Produktion.
In der deutschen Fassung wurde Greta Garbo von Cläre Ruegg (?- 1973) gesprochen, über die nur sehr wenig bekannt ist. U.a. war sie 1940/ 41 am Stadttheater in Aachen engagiert. 1949 hatte sie ihren einzigen Filmauftritt in „Hallo Fräulein“, wo sie die Mutter der Hauptdarstellerin Margot Hielscher spielte. Sie war in vielen Hörspielen der 1950er Jahre zu hören. Die Schauspielerin, Kabarettistin und Schriftstellerin Herti Kirchner (1913-1939) wurde mehrfach von MGM als Synchronschauspielerin eingesetzt. Herti Kirchner war mit dem Schriftsteller Erich Kästner befreundet, dessen Einfluss auf Kirchners Bücher unübersehbar ist. Herti Kirchner starb an den Folgen eines Autounfalls am 1. Mai 1939.

Ruegg-Cläre

Cläre Ruegg (1949)

„Die Kameliendame“ war der letzte Garbo-Film, der im damaligen Deutschen Reich lief. MGM kündigte für die Saison 1938/39 zwar noch ihren nächsten Film „Gräfin Walewska“ an- er lief offensichtlich aber nur noch in Österreich (in Synchronfassung; wer in dem Film der Garbo die Stimme geliehen hat, ist derzeit unbekannt). Der 1939 gedrehte „Ninotschka“ kam nicht durch die Nazi-Zensur.

Als 1948 dann der letzte, 1941 hergestellte Garbo-Film „Die Frau mit den zwei Gesichtern“ in die deutschen Kinos kam, wurde keine ihrer bisherigen Synchronstimmen berücksichtigt. Die Wahl fiel auf die Münchner Schauspielerin Eva Vaitl- allerdings war man mit dem Ergebnis nicht recht zufrieden. Für den nächsten Film -„Ninotschka“-, ebenfalls 1948 gestartet, fiel die Wahl auf Ingeborg Grunewald (1919-2000), die die Schwedin dann bis 1954 in sechs Neusynchronisationen sprach.

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