100 Männer um ein Mädel (USA 1937 – DF 1937)

100 Männer um ein Mädel

100 Männer um ein Mädel
Dt. Titel (1946): 100 Männer und ein Mädchen
Originaltitel:
 One Hundred Men and a Girl
Produktion: Universal, 1937
Regie: Henry Koster
Deutsche Fassung: Selenophon, Wien
Dialogregie: Dipl. Ing. Bernhard Kulisz
Dialogbuch: Bernhard Kulisz (?)
Tonsystem: Western Electric (USA) – Selenophon (AUT)
Deutscher Verleih:
Österreichische Erstaufführung: Oktober 1937 (OmU), Nov. 1937 (Synchronfassung)
Deutsche Erstaufführung:  1946

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Patricia Cardwell         – Deanna Durbin            – Vilma Kürer
Leopold Stokowski      – Leopold Stokowski    – Herbert Brunar
John Cardwell               – Adolphe Menjou         – Fritz Gamberti
Taxifahrer                      – Frank Jenks                  – Ludwig Donath
Frau Frost                      – Alice Brady                    – ?
John R. Frost                 – Eugene Pallette           – ?
Michael                           – Mischa Auer                 – ?
Werkstattbesitzer       – Billy Gilbert                  – ?

weitere Synchronsprecher: Lizzie Polten, Harry Nestor, Wilhelm Schich, Eduard Loibner, Theo Götz, Viktor Flemming, Arthur Preuß, Rolf Neubauer, Karl Hübner (Zuordnung zu den Rollen leider nicht möglich)

Inhalt:

John Cardwell ist arbeitsloser Posaunist; er versucht diese vor seiner Tochter Patricia zu verbergen. Doch sie findet heraus, dass der Vater arbeitslos ist und nimmt die Sache selbst in die Hand. Es gelingt ihr tatsächlich, nach einigem Hin und Her, den Vater und 99 weitere Kollegen mit dem berühmten Dirigenten Leopold Stokowski zusammenzubringen. Am Ende steht Patricia als Sängerin vor dem Orchester, welches von Stokowski dirigiert wird.

Anmerkungen:

Ein weiteres Beispiel für eine Synchronarbeit aus Österreich. Vilma Kürer (1914-2008) hatte 1937 eine erste kleine Rolle in dem Film „Die entführte Braut“. Am 12. Oktober 1938 floh die jüdische Schauspielerin über den polnischen Hafen Gdingen in die USA. Dort nannte sie sich Vilma Kurer und spielte am Theater, u.a. auch am Emigrantenkabinett „Die Arche“. 1952 hatte sie ihre erste Kinofilmrolle; sie trat damals aber vorwiegend im TV auf. Sie lebte bis an ihr Lebensende in New York. Fritz Gamberti hatte kleinere Auftritte in den Filmen „Premiere“ (1937, Zarah Leanders erster deutschsprachiger Film), „Menschen vom Varieté“ und „Zwischen Strom und Steppe“ (beide 1938). Ludwig Donath (1900-1967) wurde in Wien geboren und begann dort auch 1919 seine Theaterlaufbahn. Er spielte anschließend in München, Stuttgart und Berlin. 1933 Flucht vor der Nazis zunächst in die Tschechoslowakei und dann nach Österreich. 1938 erneute Flucht, diesmal in die Schweiz. 1940 emigrierte er in die USA, wo er zunächst Theater spielte, ab 1942 auch in Kinofilmen, wo er oft als Nazi eingesetzt wurde. Seine letzte Filmrolle gab ihm Alfred Hitchcock in „Der zerrissene Vorhang“ (1966). Donath starb 1967 an Leukämie.

 

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