Arthur Schröder

Schröder-Arthur

(20. November [andere Quellen: 20.- Februar] 1892 – 4. Februar 1986)

Arthur Schröder, in Groß-Borstel (heute Hamburg) geboren, macht zunächst eine Banklehre. Gleichzeitig tritt er als Statist am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf. Eine Schauspielausbildung hat er nicht, als er 1910 am Stadttheater Harburg sein Debüt als Schauspieler gibt. 1912-1914 am Stadttheater Göttingen, 1914/15 am Stadttheater Bremen und 1915-1918 am Lessingtheater in Berlin spielt er jugendliche Helden und Liebhaber. 1918 kehrt er nach Hamburg zurück ans Thalia-Theater. Danach ist er an verschiedenen Berliner Bühnen tätig, u.a. am Theater am Kurfürstendamm, an der Tribüne, am Metropoltheater, am Deutschen Theater, am  Schlossparktheater und am Schillertheater. Bis 1972 bleibt er der Bühne treu.
Seine Filmkarriere beginnt schon zu Stummfilmzeiten 1915. Er ist u.a. Partner der Stars Asta Nielsen und Henny Porten. Bis 1921 ist Arthur Schröder in einem Dutzend Filmen zu sehen. Es folgt eine über 10jährige Filmpause, nur unterbrochen von dem Stummfilm „Da hält die Welt den Atem an“ (1927). Ab 1933, mit dem NS-Propagandastreifen „Hans Westmar“, ist Schröder bis zum Kriegsende in über 40 Filmen zu sehen. Meist sind es Nebenrollen, denen er Gestalt verleiht. So ist er Partner von Grethe Weiser („Meine Freundin Barbara“, 1937), Hansi Knoteck und Paul Klinger („Das schöne Fräulein Schragg“, 1937), Olga Tschechova („Zwei Frauen“, 1938), Heinz Rühmann („Quax, der Bruchpilot“, 1941) oder Willy Birgel („Diesel“, 1942). Nach dem Krieg werden die Filmauftritte zwar seltener, aber er kommt bis 1961 noch auf 15 Filmauftritte, darunter die DEFA-Streifen „Affäre Blum“ (1948), „Der Untertan“ (1951) oder „Das Beil von Wandsbek“ (1951). Danach ist er nur noch in einigen westdeutschen Produktionen zu sehen, wie „Canaris“ (1954) oder „Ein Mädchen aus Flandern“ (1956). Mit „Die Ehe des Herrn Mississippi“ endet 1961 die Filmkarriere von Arthur Schröder.
Bereits früh ist Arthur Schröder auch in der Synchronisation tätig. Er ist dort die deutsche Stimme von damaligen Topstars wie Gary Cooper, Robert Young, Robert Taylor oder Joel McCrea. Auch nach dem zweiten Weltkrieg ist seine Stimme noch in Synchronisationen zu hören, jetzt allerdings in Nebenrollen.
Am 4. Februar 1986 stirbt Arthur Schröder, 93 Jahre alt, im Westteil Berlins.

Synchronrollen bis 1945 (Auswahl):
(angegeben sind der deutsche Verleihtitel, der synchronisierte Schauspieler, Synchronfirma und Synchronjahr)

  • Cavalcade (Clive Brook, Tobis-Melofilm?, 1933)
  • Helden von Heute (Robert Young, MGM, 1935)
  • Unter falschem Verdacht (Aimè Clariond), Tobis-Melofilm, 1936)
  • Der Schwur des Amas Beckius (Uno Henning, Tobis-Melofilm, 1936)
  • Hauptmann Sorrell und sein Sohn (H.B. Warner, Tobis-Melofilm, 1936)
  • Peter Ibbetson (Gary Cooper, MGM, 1936)
  • Die Kameliendame (Robert Taylor, MGM 1937)
  • Broadway-Melodie 1938 (Robert Taylor, MGM 1938)
  • Frisco-Express (Joel McCrea, Paramount, 1938)
  • Glückliche Heimkehr (?, Hispano, 1943)
  • Die Letzten von Giarabub (Mario Ferrari, Hispano, 1943)
  • Rückkehr ins Leben (Alberto Capozzi, Lüdtke & Rohnstein, 1943)
  • So ein Mädel vergisst man nicht (Knud Heglund, Lüdtke & Rohnstein, 1943)

 

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