Natascha (F 1934 – DF 1935)

natascha
franz. Filmplakat

Natascha
Titel in Österreich: Moskauer Nächte
Originaltitel:
 La Nuits Moscovites
Produktion: GG Films, Frankreich, 1934
Regie: Alexis Granovsky
Deutsche Fassung: Lüdtke, Dr. Rohnstein & Co., Berlin
Dialogregie: Dr. Konrad P. Rohnstein, Kurt Werther
Dialogbuch: Alfred Haase
Deutsche Liedertexte: Wolfgang Böttcher
Musikalische Leitung: Fritz Wenneis
Tonmeister: Ernst Schütz
Tonschnitt: Dr. Arthur Kamps
Synchronarbeiten: März/ April 1935, JOFA-Atelier, Berlin-Johannisthal, hergestellt nach dem Rhythmografie-Verfahren
Tonsystem: Western Electric (F) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  Regionalverleihe, u.a. Märkische Film GmbH, Frankfurt/M. (Mittel- und Süddeutschland)
Deutsche Erstaufführung:  1935

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Natascha Kovrin                        – Annabella                         – Trude Moos
Pjotr Briukoff                             – Harry Baur                       Walter Werner
Kapitän Ignatoff                        – Pierre Richard-Willm Harry Giese
Frau Kovrin                                 – Germaine Dermoz        Margarete Schön
Oberst Kovrin                             – Roger Karl                        Wolf Trutz
Kapitän Polonsky                      – Ernest Ferny                   Herbert Gernot
Anna Sablin/ Aila Tscherbat  – Spinelly                              – Til Klokow
General Molokoff                      – Paul Escoffier                 Erich Dunskus
Präsident des Kriegsgerichts – Paul Amiot                      Alfred Haase
Vertreter der Anklage              – André Carnège                Werner Schott
Lt. Petrowsky                              – Jean Heuzé                      Walter Kynast

Inhalt:

Russland, 1916. Der reiche Bauer und Kaufmann Briukoff ist mit der jungen Natascha Kovrin verlobt. Briukoff ist nicht mehr jung, aber die Familie Kovrin ist dankbar über seine Unterstützung und hat ihm die junge Tochter versprochen. Im Lazarett lernt Natascha den jungen Offizier Ignatoff kennen. Schon bald verlieben sich die beiden. Als es zu einem Zusammenstoß zwischen Ignatoff und Briukoff kommt, hält Natascha aus Pflichtgefühl zu ihrem Verlobten. Ignatoff will an die Front, doch er wird zum Generalstab versetzt. Am Kartentisch treffen sich die beiden Rivalen wieder. Ignatoff verliert und gerät finanziell in die Hände des Nebenbuhlers. Dann gerät er auch noch an die Spionin Tscherbaht. Ignatoff muss, obwohl unschuldig, vors Kriegsgericht. Nur Briukoff kennt die Wahrheit- doch wird er den Nebenbuhler retten…?

Anmerkungen:

Annabella (Suzanne Georgette Charpentier, 1907-1996) gehörte zu den beliebtesten Filmstars der 1930er Jahre. Ihren ersten Filmauftritt hatte sie schon 1927 in „Napoleon“ von Abel Gance. Ihre bekanntesten Filme im Frankreich der 1930er Jahre waren u.a. „Die Million“ (1931), „Die Schlacht“, „Fräulein Josette- meine Frau“ (beide 1933), „Natascha“ (1934) oder „Zwischen Abend und Morgen“ (1935). 1936 filmte sie in Großbritannien, danach in Hollywood. Dort hatte sie eine Affäre mit Tyrone Power, mit dem sie in „Suez“ (1939) auch auf der Leinwand zu sehen war. Die beiden heirateten 1939. Annabella zog sich von der Leinwand zurück und kehrte 1948, nach der Scheidung von Power, nach Frankreich zurück. An ihre Erfolge konnte sie allerdings nicht mehr anknüpfen.
Harry Baur (1880-1943) gehörte zu den großen Charakterschauspielern Frankreichs der 1930er und frühen 1940er Jahre. 1941 spielte er in der Continental-Produktion „Mord am Weihnachtsabend“. Zu diesem Zeitpunkt wurde er von der Vichy-Presse als angeblicher Jude und Freimaurer denunziert. Harry Baur drehte dann 1942 in Berlin den Spielfilm „Symphonie eines Lebens“; nach seiner Rückkehr nach Frankreich wurde er am 30. Mai 1942 vom Sicherheitsdienst verhaftet. Er kam am 19. September, schwer krank, aus der Haft frei. Propagandaminister Goebbels hob im Dezember 1942 das Spielverbot gegen Baur wieder auf; er sollte für Produktionen der Continental-Film zur Verfügung stehen. Doch dazu kam es nicht mehr: Harry Baur starb am 8. April 1943, vermutlich an den Folgen der Haft. Die Premiere seines letzten Films, „Symphonie eines Lebens“, am 21. April 1943 (Der Film hatte monatelang auf Eis gelegen) erlebte er nicht mehr.
Annabella wurde in den meisten ihrer Filme von Viktoria von Ballasko synchronisiert. Dies war in „Natascha“ nicht der Fall, sie wurde von Trude Moos vertreten.

Filmausschnitt (Originalversion)

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