Unter falschem Verdacht (F 1935 – DF 1936)

unter falschem verdacht - la_route_imperiale
franz. Filmplakat

Unter falschem Verdacht
Originaltitel: La Route Impériale
Produktion: Films Union, La Société des Films Sirius, Frankreich, 1934
Regie: Marcel L’Herbier
Deutsche Fassung: Tobis-Melofilm GmbH, Berlin
Dialogregie: Reinhard W. Noack
Dialogbuch: Richard Busch
Dialogregieassistenz: Charlotte Bertelsmann
Tonmeister: Siegfried Schultze
Tonschnitt: Ernst König
Synchronarbeiten: Januar 1935, JOFA-Atelier, Berlin-Johannisthal
Tonsystem: Western Electric (F) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  Regionalverleihe, u.a. Märkische Film GmbH, Frankfurt/M. (Mittel- und Süddeutschland), Forum-Film GmbH (Berlin, Ostdtschl., Norddtschl.), Rheinische Filmgesellschaft mbH (Rheinland-Westfalen)
Deutsche Erstaufführung:  30.03.1936

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Joyce Stark                             – Käthe von Nagy                       dto.
Lt. Brent                                 – Pierre Richard-Willm            Paul Klinger
Oberst Stark                          – Aimé Clariond                         Arthur Schröder
Dan Grant, Joyce‘ Bruder  – Jaque Catelain                          Harry Giese
Major Hudson                       – Pierre Renoir                           Hanns Eggerth
Lt. Drake                                 – Jean Forest                               Hans Albin

Inhalt:

Der junge britische Leutnant Brent war einst als Adjudant beim berühmten Obersten Lawrence tätig und hat in dieser Eigenschaft dem britischen Weltreich außerordentliche Dienste geleistet. Durch seine Freundschaft mit dem Scheich Argoun gerät er jedoch in den Verdacht, ein Spion zu sein. Er wird aber vom Kriegsgericht freigesprochen und bittet um seine Versetzung. So kommt er in das Regiment von Oberst Stark, der den Befehl bekommen hat, gegen die Festung Ksour vorzugehen, wo sich Argoun verschanzt hat. Die Ehefrau von Oberst Stark, Joyce, ist beim Roten Kreuz tätig. Joyce und Leutnant Brent hatten früher eine Beziehung. Als Brent eine gefährliche Patrouille durchführen soll, bittet Joyce ihn zu sich. Sie möchte ihm vor dem gefährlichen Vorhaben ‚Auf Wiedersehen‘ sagen und gesteht im dabei, dass sie ihn niemals vergessen konnte. Doch als sich Brent in Joyces Haus befindet, stellt der altgediente Major Hudson fest, dass sich möglicherweise ein Spion im Haus befindet- er lässt das Haus umstellen. Brent kann nun nicht mehr heraus, den Patrouillenritt unternimmt für ihn Dan Grant, der Bruder von Joyce. Erst am Morgen kann Brent das Haus verlassen. Doch dann stellt sich heraus, dass nicht Brent, sondern Grant den Ritt durchgeführt hat.Brent wird verhaftet. Um Joyce nicht zu kompromittieren, gibt er zu, den Verrat begangen zu haben. Er wird als Verräter zum Tode verurteilt. Als Joyce davon erfährt, erklärt sie ihrem Mann, dass Brent in der Nacht bei ihr war. Daraufhin veranlasst Stark, dass die Erschießung ausgesetzt wird. Inzwischen sind die Rebellen zum offenen Kampf gegen die Engländer vorgegangen. In den Kämpfen zeichnet sich Brent besonders aus; er tötet auch seinen ehemaligen Freund Argoun. Oberst Stark ist bei den Kämpfen getötet worden. In der eroberten Festung hisst Leutnant Brent die britischen Flagge.

Anmerkungen:

Die aus Ungarn stammende Käthe von Nagy (eigentlich Ekaterina Nagy von Cziser; 1904-1973) war in den 1930er Jahren ein bekannter Filmstar in Deutschland. Sie filmte u.a. mit Willy Fritsch („Ihre Hoheit befiehlt“, 1931; „Ich bei Tag und Du bei Nacht“, 1932; „Die Töchter ihrer Exzellenz“, „Prinzessin Turandot“, beide 1934; „Am seidenen Faden“, 1938) oder mit Hans Albers („Der Sieger“, 1932; „Flüchtlinge“, 1933) oder Viktor de Kowa („Der junge Baron Neuhaus“, 1934). Käthe von Nagy, die perfekt französisch sprach, drehte auch die französischen Versionen ihrer deutschen Filme. Ab 1935 lebte sie in Paris, drehte nun auch französische Filme, wie der hier genannte „Unter falschem Verdacht“, für den sie sich selbst synchronisierte. Ab 1939 arbeitete sie nur noch in Frankreich. Einen letzten Auftritt im (bundes-)deutschen Film hatte sie 1952 in „Die Försterchristl“.

Käthe_von_Nagy
Käthe von Nagy (1934)

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