Fräulein Josette- meine Frau (F 1933- DF 1935)

fraeulein josette
französisches Filmplakat

Fräulein Josette- meine Frau
Originaltitel: Mademoiselle Josette, ma femme
Produktion: Les Films de France, Frankreich, 1933
Regie: André Berthomieu
Deutsche Fassung: Tobis-Melofilm GmbH, Berlin
Dialogregie: Curt Wesse
Dialogbuch: Curt Wesse
Dt. musikalische Bearbeitung: Walter Ulfig
Dt. Liedertexte: Richard Busch
Tonsystem:  Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  Regionalverleihe: Vitagraph-Film GmbH, Berlin (Berlin und Ostdeutschland), Norddeutscher Film-Verleih, Adolf Bejöhr (Norddeutschland), Olympia Lichtspiel-Betriebe GmbH, Leipzig (Mitteldeutschland), Omnium-Film GmbH, Düsseldorf (Rheinland-Westfalen), Süddeutsche Commerz-Film GmbH, Nürnberg
Deutsche Erstaufführung:  1935

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Josette                            – Annabella                           – Viktoria von Ballasko
André Ternay               – Jean Murat                         Siegfried Schürenberg
Myrianne                      – Edith Mera                         Gertraud Färber
Varlorbier                     – Jean Marconi                    Bruno Tillessen
Joe Jackson                   – Victor Garland                    Otto Matthies
Mr. Duprét                   – Gaston Mauger                  – Hans Meyer-Hanno
Frau Duprét                 – Blanche Denège               Lucie Euler
Panard                           – Pierre Etchepare              Rudolf Schündler

weiter Synchronsprecher: Carlo Wiedey, Heinz Herkommer, C.W. Meyer, Lisl Otto, Oskar Hofmann, Erwin Mosblech

Inhalt:

Die junge Josette Dupré wird von ihrer verstorbenen Tante zur Universalerbin bestimmt, allerdings muss sie vor ihrer Volljährigkeit innerhalb von zwei Monaten heiraten. Josettes Eltern haben bereits einen Kandidaten bei der Hand: den Sohn eines Geschäftsfreundes. Doch den mag Josette nicht, sie liebt einen jungen Amerikaner, Joe Jackson. Doch dieser tritt eine Weltreise an, die ein Jahr lang dauert. In ihrer Verzweiflung bittet Josette ihren Patenonkel André, sie zu heiraten. Doch André ist ein eingefleischter Junggeselle, außerdem fürchtet er den Altersunterschied zu Josette. Aber Josette lässt nicht locker, es sei ja nur eine Scheinehe, bis Joe zurückkommt. Schließlich willigt André ein. Die beiden gehen auf Hochzeitsreise ins Hochgebirge. Dort flirtet mit einem Sportlehrer und ihrem Schlittschuhlehrer. Das ist zu viel für André, er reist ab und will sich scheiden lassen. In Paris erwartet Josette eine neue Überraschung: Joe teilt mit, dass seine Reise aufgrund widriger Umstände länger dauert. Verzweifelt bittet Josette, André sich noch nicht scheiden zu lassen. Nach einigem Zögern willigt André ein, denn er hat sich längst in Josette verliebt. Und auch Josette will nun bei André bleiben. Nun überschlagen sich die Ereignisse: Andrés bester Freund Panard erscheint mit der Mitteilung, dass er sich in Andrés Freundin Myrianne verliebt hat- was André nicht unbedingt mehr stört. Und auch Joe reist an: doch auch er hat sich inzwischen anderweitig verliebt und ist längst verheiratet. Nun sind alle Paare bester Stimmung…

Anmerkungen:

Die beiden Hauptdarsteller Annabella (1907-1996) und Jean Murat (1888-1968) waren von 1934 bis 1938 verheiratet. Jean Murat spielte Anfang der 1930er Jahre oft in französischen Versionen der UFA, wobei er meist die Rollen von Hans Albers übernahm. Ausnahme ist „F.P. 1 antwortet nicht“ (1932): hier spielte Charles Boyer die Albers-Rolle, Murat übernahm die Rolle von Paul Hartmann.
Annabella wurde in den meisten Filmen von der österreichischen Schauspielerin Viktoria von Ballasko (eigentlich Viktoria Maria Franziska Ballasko, 1909-1976) gesprochen. Nach dem Abitur besuchte sie die Akademie für darstellende Kunst in Wien. Ab 1929 hatte sie Engagements in Bern, Chemnitz und Breslau bevor sie 1935 am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin auftrat. Ab 1936 wirkte sie auch im deutschen Film, ihr erster Film war „Der Kaiser von Kalifornien“, mit Luis Trenker. Bis 1945 spielte sie Hauptrollen in vielen Filmen, wie „Robert Koch, Bekämpfer des Todes“ (1939), „Krambambuli“ (1940), „Das Mädchen von Fanö“ (1940) oder „Der Majoratsherr“ (1944). Nach dem Krieg wurden die Filmauftritte seltener, einer ihrer letzten Filme war Georg Tresslers „Die Halbstarken“ (1956), wo Viktoria von Ballasko die Mutter von Horst Buchholz und Christian Doermer spielte. Zur Synchronisation kam Viktoria von Ballasko ca. 1933. Dort lernte sie auch ihren ersten Ehemann, den Schauspieler und Regisseur Kurt Werther kennen.

Werther-Kurt - Ballasko, Viktoria von
Kurt Werther und Viktoria von Ballasko

 

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