Todfeinde (I 1941 – DF 1942)

Todfeinde

Todfeinde
Originaltitel: Giuliano de Medici
Produktion: S.O.L., Italien, 1941
Regie: Ladislao Vajda
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Reinhard W. Noack
Dialogbuch: Reinhard W. Noack
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  DiFU – Deutsch-Italienische Film-Union
Deutsche Erstaufführung:  15.04.1942

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Giuliano de Medici         – Leonardo Cortese       Will Quadflieg
Franceschino de Pazzi  – Osvaldo Valenti           Hannsgeorg Laubenthal
Fioretta                             – Conchita Montenegro Lu Säuberlich
Goro                                   – Juan de Landa               Walter Werner
Lorenzo de Medici         – Carlo Tamberlani         Werner Pledath
Jacopo de Pazzi               – Luis Hurtado                  Wolf Trutz
Madonna Violante         – Laura Nucci                     Käthe Haack
Volpino                              – Paolo Stoppa                 Karl Meixner

weiterer Synchronsprecher: Christian Gollong

Inhalt:

Florenz im Mittelalter. Zwischen dem gibellinischen Patriziergeschlecht der Pozzi und den einflussreichen und  mächtigen Medici kommt es zu Auseinandersetzungen. Mittendrin: Giuliano, Franceschino und Fioretta.

Anmerkungen:

In Deutschland wurde der Name des Regisseurs Ladislao Vajda nicht genannt; stattdessen wurde Drehbuchautor Andrea Robilant als Regisseur geführt. Ladislao Vajda (eigentlich Laszlo Vajda, 1905-1965) wurde geboren in Budapest, das damals zur K.u.K. Monarchie Österreich-Ungarn gehörte. Sein Filmhandwerk lernte er in Budapest und Berlin. Doch schon 1933 verließ Vajda, angewidert vom Nazi-Regime, Deutschland und ging zunächst nach Ungarn zurück. Nachdem der ungarische Machthaber, der „Reichsverweser“ Admiral Horthy, 1939 dort auch die Nürnberger Rassegesetze eingesetzt hatte, musste Vajda sein Heimatland verlassen und ging nach Italien. Im Krieg ging Vajda von Italien nach Spanien, das ihm sicherer erschien. Seinen wohl bekanntesten Film drehte Vajda dann 1958: „Es geschah am hellichten Tag“ mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle, eine schweizer-deutsch-spanische Koproduktion.
Leonardo Cortese in der Titelrolle wird in der deutschen Fassung von Will Quadflieg synchronisiert. Will Quadflieg (1914-2003) war vor allem dem Theater verbunden. Sein Filmdebüt feierte er 1938 in „Der Maulkorb“. Bis 1945 war er in rd. 10 Filmen zu sehen, darunter waren „Das Herz der Königin“ (1940, mit Zarah Leander) oder „Kora Terry“ (1941, mit Marika Rökk). Ab 1950 folgten noch einmal 9 Filme; mit dem Ärztefilm „San Salvatore“ (1955) zog er sich auf die Bühne zurück und trat noch gelegentlich im TV auf. Noch seltener als auf der Kinoleinwand war Quadflieg im Synchronstudio zu Gast; er war vor und während des Krieges u.a. in „Der Lausbub aus Amerika“ und „Nachtfalter“ zu hören.

 

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