Mein Freund, der Präsident (HUN 1941 – DF 1944)

Mein Freund, der Präsident
Originaltitel: András
Produktion: Mester Filmkft.,Ungarn, 1941
Regie: Viktor Bánky
Deutsche Fassung: Deutsche Synchron Film GmbH, Berlin
Produktionsleitung: Ulrich Mohrbutter
Dialogregie:
 Just Scheu
Dialogbuch: Just Scheu
Tonsystem: Tobis-Klangfilm (HUN & D)
Deutscher Verleih:  Schneider Film GmbH (u.a. Regionalverleihe)
Deutsche Erstaufführung:  1944

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Andras Laczkó                  – Antal Páger                    Harry Giese
Kati                                       – Bella Bordy                    Irmingard Schreiter
Lili                                        – Váleria Hidvéghy          Aenne Bruck
Direktor Richter               – Jozsef Timar                  Adolf Ziegler
Gusztav Szalkay               – Béla Mihályaffi             Walter Werner
Präsident Komopay        – Gyula Csortos                Wolf Trutz
Verwalter Demeter         – Lajos Köpeczi Boocz     Hans Meyer-Hanno
Pentek                                – Jozsef Bihari                   Franz Weber
Istvan Kovacs                   – Györy Nagyajtay             Christian Gollong

weitere Synchronsprecher: Herbert Weißbach, Erika Goerner, Erich Dunskus, Oskar Höcker, Herbert Klatt

Inhalt:

Andras Laczkó arbeitet als Bürobote in einer großen Firma. Deren Chef Szalkay möchte mit dem Präsidenten einer großen Landmaschinenfirma, Komopay, einen Vertrag abschließen. Dafür gibt er ein großes Fest. Dazu wird Andras als Hilfskellner engagiert. Durch eine Verwechslung glaubt der Präsident in Andras einen guten alten Bekannten von früher wiedererkannt zu haben. Von nun an möchte der Präsident Andras bei allen Verhandlungen dabei haben. Firmenchef Szalkay möchte Andras daraufhin weg haben und setzt ihn als Inspektor auf einem Gut ein. Dort stellte Andras fest, dass Direktor Richter hinter dem Rücken des Chefs üble Spekulationsgeschäfte betreibt…

Anmerkungen:

„Mein Freund, der Präsident“ gehört zu einer Handvoll Filmen, die während des Krieges aus ungarischer Produktion in die deutschen Kinos gelangte. Die Hauptrolle spielte Antal Páger (1899-1986), der zwischen 1932 und 1986 weit über 150 Filme drehte. Sein deutscher Sprecher, Harry Giese, wurde bis dahin meist für (jugendliche) Helden, Liebhaber oder elegante Herren eingesetzt. Als Sprecher der „Deutschen Wochenschau“ war er für laute und fanatische Töne zuständig. Hier musste er sich aber zurücknehmen, um dem kleinen Büroboten die „richtige Stimme“ zu geben. Wäre der Film in Deutschland gedreht worden, hätte die Rolle sicher gut zu Heinz Rühmann gepasst. Die deutsche Bearbeitung wurde bei der „Deutschen Synchron Film GmbH“ in Berlin durchgeführt. Die „Deutsche Synchron Film GmbH“ war eine UFA-Tochter. Deren Leitung oblag Ulrich Mohrbutter. Mohrbutter war bis 1942 als Produktionsleiter bei der UFA tätig (u.a. für „U-Boote westwärts“, 1941). Für die Dialogregie und die deutschen Worte sorgte Just Scheu. Scheu war ein Multitalent. Er arbeitete als Schauspieler, Drehbuchautor, Komponist und nach dem Krieg als Rundfunksprecher. Hier wurde er bei Radio Frankfurt und dem Nordwestdeutschen Rundfunk sehr populär. Er starb 1956 an den Folgen einer Blinddarmoperation, nur 53 Jahre alt.

 

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