Unsterbliche Liebe (SF 1940-DF 1944)

Unsterbliche Liebe 1940-43
finnisches Filmplakat

Unsterbliche Liebe
Originaltitel: Jumalan myrsky
Produktion: Suomi Filmi, Helsinki, Finnland, 1940
Regie: Valentin Vaala
Deutsche Fassung: Atlas-Film, Emil Unfried, Berlin
Dialogregie: Bruno Hartwich
Dialogbuch: Bruno Hartwich, Paul Mochmann
Tonsystem: Tobis-Klangfilm
Deutscher Verleih: Siegel-Monopolfilm, Berlin
Deutsche Erstaufführung: 20.07.1944

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Hanna Niskala         – Irma Seikkula   – Käthe Dyckhoff
Kilian Melker           – Olavi Reimas     – Erich Schellow
Joakim Melker         – Simo Osa            – Walter Werner
Erika Melker            – Sylvi Palo           – Erika Ruth Göttingen
Elisa Karhelin          – Kaija Rahola     – Eva Krauss
Ebba Franke            – Kirsti Hurme     – Ingeborg Egholm

Inhalt:

Kilian ist der Erbe eines Handelshauses in Finnland. Doch das Unternehmen gerät in finanzielle Schwierigkeiten. Um die Firma zu retten, heiratet Kilian die reiche Elisa- und lässt seine große Liebe Hanna im Stich…

Anmerkungen:

1944 wurde nicht nur die Kriegslage im Deutschen Reich kritisch- auch auf dem Gebiet der Unterhaltung wurde es immer schwieriger. Italien, das einen großen Teil der ausländischen Filme in Deutschland stellte, war Mitte 1943 als Bundesgenosse und „Filmlieferant“ ausgefallen. 1944 kamen dann auch (ältere) finnische Filme in Deutschland zum Einsatz. Natürlich konnten diese wenigen Streifen die Verluste der italienischen (und vor allem natürlich der US-Filme seit 1940) bei weitem nicht ausgleichen.
Käthe Dyckhoff, die hier die Hauptrolle spricht, wurde 1943 durch den Wolfgang-Staudte-Film „Akrobat sch-ö-ö-ön“ bekannt. Danach war sie in „Immensee“ (1943) oder „Familie Buchholz“(1944) zu sehen. Nach dem zweiten Weltkrieg wirkte sie nur noch einmal in einem Kinofilm mit.
Für den berühmten Theaterschauspieler Erich Schellow dürfte dieser Film eine der ersten Synchronrollen gewesen sein.

 

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Kinder vor der Ehe (F 1941 – DF 1942)

kinder vor der ehe
franz. Filmplakat

Kinder vor der Ehe
Originaltitel: Péchés de Jeunesse
Produktion: Continental, Paris, F (D), 1941
Regie: Maurice Tourneur
Deutsche Fassung: Continental Film, Paris
Dialogregie: Hans Conradi
Dialogbuch: Richard Busch
Tonsystem: Western Electric
Deutscher Verleih: DFV – Deutsche Filmvertriebs GmbH (?)
Deutsche Erstaufführung: 1942

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Lacalade         –  Harry Baur                 – Ernst Legal
Dr. Pelletan    –  Guillaume de Sax      – Hans Eick
Ed. Vacheron – Fred Pasquali              – Heinz Herkommer
Gaston Noblet – Pierre Bertin              – H.J. Schölermann
Frédéric           – Jean Buquet                – Viktor Ruff
Maitre d’Hotel – Jacques Varennes     – Walter Klam
Emma Vacheron – Marguerite DucouretLilli Schönborn
Louise Noblet   – Suzanne Dantes         – Ilse Abel
Miß Florence    – Monique Joyce           – Ursula Krieg
Madeleine         – Lisa Delamare            – Elisabeth Lennartz
Mlle Archimbaud – Marcelle MonthillLilli Schönborn
Jeanne Noblet    – Rexianne                    – Fanny Cotta
Marthe Noblet   – Clary Monthal           – Annegret Riffel
Henriette Noblet – Jeanne Fusier-Gir  –  Inge Bartsch
Gabrielle             – Yvette Chauviere     – Erika Raffael
Chiromancienne – Carmen de Raisy     – Lilli Schönborn
Fernand Noblet   – Georges Chamarat   – Paul Walther

Inhalt:

Der alte Lacalade ist einsam. Also macht er sich auf die Suche nach seinen unehelichen Söhnen, die er mit vier Frauen hatte. Der erste Sohn ist ein eingebildeter Langweiler, von dem der alten Mann abgestoßen ist. Der zweite Sohn ist ein talentierter Musiker, der liebevoll von der Mutter und dem Stiefvater aufgezogen wurde- Lacalade ist bewusst, das er hier fehl am Platze ist. Sohn Nummer drei ist überhaupt nicht sein Sohn- denn dessen Mutter hatte damals gleich zwölf Liebhaber…Lacalades letzte Liebhaberin, Madeleine, wurde seinerzeit von der Familie verstoßen. So kümmerte sie sich um eine Gruppe Waisenkinder, unter denen auch Lacalades Sohn ist. Aber Madeleine will nicht verraten, wer denn der Sohn ist…

Anmerkungen:

Eine weitere Produktion der Continental Film in Paris. Ernst Legal sprach Harry Baur auch in „Mord am Weihnachtsabend“. Von diesem Film, dessen genauer Starttermin in Deutschland nicht bekannt ist, ist eine sehr großes Synchronbesetzung überliefert. Es fällt auf, das Lilli Schönborn gleich in drei Rollen zu hören ist.

Ich lebe mein Leben (USA 1935 – DF 1936)

Ich lebe mein Leben
Originaltitel: I Live my Life
Dt. TV-Titel: Wo die Liebe hinfällt 
Produktion:
MGM, USA, 1935
Regie: W.S. van Dyke
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: ?
Dialogbuch: ?
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM
Deutsche Erstaufführung: 21.12.1936, Berlin, Marmorhaus (OmU)
Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Kay Bentley        – Joan Crawford      – Lu Säuberlich
Terry O’Neill      – Brian Aherne        – Harry Frank
G.P. Bentley        – Frank Morgan      – C.W. Burg

Inhalt:

Kay Bentley, Tochter des vermögenden G.P. Bentley, macht Urlaub in Griechenland. Dort verliebt sie sich in den Archäologen Terry. Kay verschweigt ihren Reichtum, gibt sich als Sekretärin des Vaters aus. Terry und Kay verloben sich. Zu Hause gerät G. P. Bentley in finanzielle Schwierigkeiten, doch sein zukünftiger Schwiegersohn kann nicht helfen- er ist leider arm. Helfen kann dagegen eine reiche Tante. Die macht aber zur Bedingung, dass Terry einen Führungsposten übernimmt. Und somit löst sich alles in Wohlgefallen auf.

Anmerkungen:

Joan Crawford wird hier erstmals von Lu Säuberlich (1911-1976) synchronisiert. Vermutlich war das auch Lu Säuberlichs allererste Synchronarbeit. In den 1930er Jahren sprach Lu Säuberlich gelegentlich synchron, vor allem für Joan Crawford und Eleanor Powell. In der Regel kam sie damals auf 3 bis 4 Einsätze jährlich, 1939 war es sogar nur ein Film („Südsee-Nächte“, Eleanor Powell). Ab 1941 war sie dann öfter im Synchronatelier tätig.

Filmausschnitt (Originalfassung)

Polizeiinspektor Vargas (I/ESP 1940 – DF 1941)

Polizeiinspektor Vargas
spanisches Filmplakat

Polizeiinspektor Vargas
Originaltitel: L’inspettore Vargas
Produktion: Soranta, Icar, I/ESP, 1940
Regie: Gianni Franciolini (Italienische Version), Félix Aguilera (spanische Version)
Deutsche Fassung: Synchronabteilung der Hispano Film, Berlin (Tonaufnahmen: September 1941)
Dialogregie: Bruno Hartwich
Dialogbuch: Bruno Hartwich, Paul Mochmann, Harry Frank
Tonschnitt: Bruno Hartwich
Tonsystem:
Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: Regionalverleihe, u.a. Fritz Knevels Filmverleih
Deutsche Erstaufführung: 19.01.1942
Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Inspektor Vargas           – Giulio Donadio            – C.W. Burg
Clotilde Drove                – Olga Solbelli                 – Hanne Fey
Irene                                – Mariella Lotti               – Lilo Müller
René, Mann mit der Narbe – Lauro Gazzolo      – Heinz Herkommer
Dr. Casado-Roulis            – Luis Hurtado              – Harry Giese
Jacques Girard                – Massimo Serato          – Horst Fleck
Santiago                           – Miguel de Castillo       – Josef Dahmen
Donald                              – Armando Migliari      – Oskar Höcker
Helma                               – Maria Domiani           – Dolly Raphael
Kommissar Pacal           – Fernando Aguirre      – Helmut Passarge
Untersuchungsrichter  – Nicola Perchicot          – Walter Schramm

weiterer Synchronsprecher: Harry Frank

Inhalt:

Inspektor Vargas bearbeitet eine Einbruchsserie, hinter der ein Gentleman-Gangster steckt. Bei den Ermittlungen stößt er auf einen Mordfall. In Verdacht: seine ehemalige Frau Clotilde…

Anmerkungen:

Nicht übermäßig spannende spanisch-italienische Coproduktion, in zwei Sprachversionen gedreht. Interessant, dass man für die deutsche Fassung gleich drei Dialogbuchautoren verpflichtete. Die Hauptrolle wird in der deutschen Fassung von C.W. Burg (eigentlich: Carl Wilhelm Grube, 1885-1957) gesprochen. Burg gehörte zu den meistbeschäftigten Synchronsprechern vor 1945. Dabei war er auch als Dialogbuchautor und Regisseur tätig. Auch nach dem 2. Weltkrieg war er -vor allem als Regisseur und Autor- in der Synchronisation vielbeschäftigt. Als Sprecher u.a. in „Ladykillers“ (1955) zu hören.

Sehnsucht (ESP/D 1939 – DF 1940)

sehnsucht3Werbeanzeige für „Sehnsucht“

Sehnsucht
Originaltitel: Suspiros de Espana
Produktion: Hispano Filmproduktion, Berlin/Madrid, D/ESP, 1939
Regie: Benito Perojo
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: ?
Dialogbuch:?
Tonsystem: Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: ?
Deutsche Erstaufführung: Februar 1941
Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Lola (OF: Sole)          – Estrellita Castro              – Ursula Grabley
Carlos                         – Roberto Rey                    – Harry Giese
Relampago                – Miguela Ligero              – Alfred Haase
Dolores                       – Concha Catala               – Lilli Schönborn
Freddy Pinto             – Alberto Romea              – Hans J. Schölermann
Hotelportier              – Fortunato Garcia          – Hanns Eggerth
Theaterdirektor       – Pedro Fernandez CuencaHerbert Gernot

Inhalt:

Relampago schickt ein Foto seiner Nichte Lola ohne deren Wissen zu einem Fotowettbewerb auf Kuba. Lola gewinnt den Preis. Carlos soll die Dame – nur mit dem Wettbewerbsfoto ausgestattet- in Spanien suchen. Durch Zufall gerät er an Lolas Onkel Relampago. Alles scheint gut zu sein- doch Lola reist nicht allein nach Kuba- Onkel und Mutter wollen auch mit…

Anmerkungen:

Musikalische Komödie, die spanischen Gesänge wurden in der deutschen Fassung im Original belassen. Der Film wurde 1939 in den UFA-Studios Babelsberg gedreht (Atelieraufnahmen), mit hauptsächlich deutscher Aufnahmecrew. So stand Georg Bruckbauer an der Kamera, die Co-Regie hatte Willy Zeyn. Der Film lief am 16.10.1939 in Spanien an. In Deutschland hatte die deutsche Fassung erst im Februar 1941 seine Premiere. Diese deutsche Fassung wurde von Lüdtke & Rohnstein in Berlin hergestellt- weshalb ich vermute, das die Synchronabteilung der Hispano im Herbst/Winter 1940 noch nicht bestand.

Seekadetten (USA 1937 – DF 1938/39)

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span. Filmplakat

Seekadetten
Originaltitel: Navy, Blue and Gold
Produktion: MGM, USA 1937
Regie: Sam Wood
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: Karl Heinz Stroux, Otmar von Ecker
Dialogbuch: Hermann Gressieker
Tonschnitt: Dr. Arthur Kamps
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM Filmverleih, Berlin
Deutsche Erstaufführung: 10.02.1939

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Roger „Rog“ Ash           – Robert Young              – Hannsgeorg Laubenthal
John „Truck“ Cross      – James Stewart             – Kurt Meisel
Patricia „Pat“ Gates     – Florence Rice              – ?
Richard „Dick“ Gates  – Tom Brown                  – Hans Quest
Cpt. „Skinny“ Daves    – Lionel Barrymore        – Erich Ponto
Tommy Milton             – Paul Kelly                     – Wilhelm Borchert
Diener Graves              – Barnett Parker            – Hubert von Meyerinck
Weeks                            – Frank Albertson         – Clemens Hasse
Alyce Gates                   – Billie Burke                  – Eva Maria Brock
Richard Gates sr.         – Samuel S. Hinds          – Fritz Odemar
Lt. North                        – Donald Douglas          – Paul Klinger
Football Trainer Southern Uni – Pat FlahertyJosef Dahmen
Harnet                            – Ted Pearson                – Erich Fiedler
Mason                            – Don „Red“ Barry         – Clemens Hasse
Kommentator #1         – John Hiestad                – Josef Dahmen
Kommentator #2         – Tom Hanlon                 – Paul Dahlke
Heizer                            – Jack Pennick                – Franz Nicklisch
Zuschauer                     – Cyril Ring                     – Wilfried Seyferth
Kapitän                          – Wilfred Lucas             – C.W. Burg

weitere Synchronrolle: Walter Bluhm (Marinesoldat)

Inhalt:

Der Student Ash, der Marinesoldat Cross und der reiche Dick Gates bekommen ein Stipendium für die Marineuniversität. Das Football-As Roger Ash. der sich für unwiderstehlich hält, muss bittere Erfahrungen machen. John Cross versucht seinen Vater zu rehabilitieren, der vor Jahren aus der Marine ausgeschlossen wurde. Und Gates wird zu einem guten Marinekameraden.

Anmerkungen:

Über Otmar von Ecker, den Co-Regisseur der deutschen Fassung neben Karl-Heinz Stroux, ist leider nur wenig bekannt. Er wurde am 25. Februar 1904 geboren und war der Neffe des berühmten Sängers Richard Tauber. Als Kind war er schon beim Wiener Burgtheater engagiert, eine Tournee führte ihn 1929 in die Tschechoslowakei. Die deutsche MGM Synchronabteilung beschäftigte ihn Ende der 1930er Jahre als Dialogregisseur (u.a. „Rose-Marie“, „Südsee-Nächte“, beide 1939). Über seinen weiteren Lebensweg ist bislang nichts bekannt.

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Die deutschen Stimmen der drei männlichen Hauptdarsteller: Hannsgeorg Laubenthal, Kurt Meisel und Hans Quest

Gekrönte Liebe (I 1941-DF 1943)

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Gekrönte Liebe
Originaltitel: Amore Imperiale
Produktion: Titanus Film, Rom, Italien, 1941
Regie: Alexandre Volkoff
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Reinhard W. Noack
Dialogbuch: Reinhard W. Noack
Synchronaufnahmen im Februar 1943, aufgenommen im Tobis-Synchronstudio, Sellerstr., Berlin
Tonsystem:  Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DIFU-Deutsch-Italienische Film-Union, Berlin
Deutsche Erstaufführung: Frühjahr 1943

Rolle- Darsteller– Deutsche Stimme:

Elena Maria (OF: Elisabeth)         – Luisa FeridaGerda Maria Terno
Danilo (OF: Alessio Romowski)   – Claudio GoraHannsgeorg Laubenthal
Nadeschda (OF: Naritschkina)     – Laura NucciLu Säuberlich
Premierminister Brassel (OF: Biron)  – Lamberto PicassoWolf Trutz
Königin Anka Irina (OF: Anna)     – Olga V. GentilliGertrud Spalke
Graf Valescu (OF: Vassili)               – Ennio Cerlesi Hanns Eggerth
Oberst Marko                                    – Nino MarchesiniHerbert Gernot
Ileana                                                  – Franca BelliIrmingard Schreiter

Inhalt:

Die junge Prinzessin Elena Maria gerät in eine Intrige des Premierministers Brassel. Doch Hilfe bekommt die junge Prinzessin von Offizier Danilo.

Anmerkungen:

Im italienischen Original spielt die Handlung im zaristischen Rußland. Doch da das Deutsche Reich seit Juni 1941 im Krieg mit der Sowjetunion war, verlegte man in der deutschen Fassung die Handlung in ein anderes Land. Gerda Maria Terno (1909-1995), deutsche Stimme der Hauptdarstellerin Luisa Ferida, begann ihre Theaterkarriere 1929 am Stadttheater Osnabrück. Nach Stationen in Aachen und Köln kam sie 1937 nach Berlin. Erste Filmrollen folgten 1938/39. In Der Florentiner Hut und Paradies der Junggesellen stand sie mit Hauptdarsteller Heinz Rühmann vor der Kamera. Sie sprach auch nach dem Krieg bis Mitte der 1950er Jahre synchron, u.a. für Deborah Kerr oder Janet Leigh.

Gewagtes Spiel (GB 1938 – DF 1938)

Gewagtes Spiel

Gewagtes Spiel
Originaltitel: Break the News
Produktion: Monogram, General Film Distributors, GB, 1938
Regie: René Clair
Deutsche Fassung: Bavaria Film, München
Dialogregie: Eduard Wiemuth, Werner Jacobs
Dialogbuch: Ernst Kammerer
Tonsystem:  Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: Regionalverleihe, u.a. Ring-Film, Wien
Deutsche Erstaufführung: 14.10.1938
Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Teddy Enton           – Jack Buchanan            – O.E. Hasse
Francois Verrier    – Maurice Chevalier     – Werner Pledath
Grace Gatwick        – June Knight                 – Inge Schmidt
Sonia                        – Marta Labarr              – Anne Kersten
Helena                     – Gertrude Musgrove  Herta Schröder

weitere Synchronsprecher (ohne Zuordnung): Kurt Wieschala, Fritz Reiff, Ernst G. Schiffner, Rudolf Schündler

Inhalt: 

Die erfolglosen Revuesänger Teddy Enton und Francois Verrier träumen von einer großen Karriere. Vor den Augen des US-Revuestars Grace Gatwick wollen sie ihre neue Show aufführen- und singen vor leeren Rängen. Um in die Schlagzeilen zu kommen, hecken die beiden einen Plan aus: einer soll den anderen umbringen. Es gelingt, denn Francois wird als vermeintlicher Mörder festgenommen, während sich Teddy an der Riviera versteckt. Doch bevor Teddy zurückkehren und Francois entlasten kann, wird er von der Agentin Sonia entführt und nach Bosvinien verschleppt. Dort soll er hingerichtet werden, denn man hat ihn mit einem Aufständler verwechselt. Kurz vor Francois Hinrichtung gelingt es Teddy auszubrechen und die Sache aufzuklären.

Anmerkungen:

Gewagtes Spiel/ Break the News war die britische Version der französischen Verfilmung Les Deux font la Paire aus dem Jahre 1936.
In Deutschland lief der Film vor dem zweiten Weltkrieg nur in Sondervorführungen. Werner Pledath sprach Maurice Chevalier auch schon 1933 in Alles für das Kind.

 

 

Das blonde Gespenst (USA 1937 – DF 1938)

 

das blonde gespenstUS-Filmplakat

Das blonde Gespenst
weitere dt. Titel: Topper- das blonde Gespenst; Zwei Engel ohne Flügel
Originaltitel: Topper
Produktion: MGM, USA 1937
Regie: Norman Z. McLeod
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: ?
Dialogbuch: ?
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM Filmverleih, Berlin
Deutsche Erstaufführung: 24.06.1938

Der Film wurde 1963 neu synchronisiert: Erik Schumann spricht hier für Cary Grant, Ursula Herwig  für Constance Bennett und Bum Krüger für Roland Young
Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Marion Kerby          – Constance Bennett    – Roma Bahn
George Kerby          – Cary Grant                  – Hannsgeorg Laubenthal
Cosmo Topper         – Roland Young            – Fritz Odemar
Clara Topper            – Billie Burke                 – Eva Maria Brock
Wilkins                     – Alan Mowbray            – Arthur Schröder
Polizist                      – Eddy Chandler            – Otto Henning

weiterer Synchronsprecher: Hans Timerding 

Inhalt:

Die bezaubernde Marion Kerby und ihr charmanter Gatte George genießen das Leben in vollen Zügen. Als Hauptaktionäre eines großen Bankhauses gibt es nichts, was ihnen Sorgen macht. Doch das Dolce Vita hat ein jähes Ende, als die beiden bei einem Autounfall sterben. Seitdem geistern sie herum, und nur eine gute Tat kann sie in den Himmel bringen. Ihr alter Freund Cosmo Topper ist das ideale Opfer. Von seiner launischen Gattin ständig schikaniert braucht er dringend neuen Lebensmut. Marion und George machen alles, um Topper wieder auf andere Gedanken zu bringen…

Anmerkungen:

Constance Bennett wurde in diesem Film von Roma Bahn (1896-1975) synchronisiert. Roma Bahn trat schon in Stummfilmen auf. Später war sie auch in Tonfilmen zu sehen, meist in Nebenrollen (u.a. La Habanera, Kautschuk, Ein Mädchen geht an Land). Ihr Kinolaufbahn setzte sie auch nach dem Krieg fort (…wie einst Lili Marleen, Gestehen Sie, Dr. Corda!). Als Synchronsprecherin war sie seit den 1930er Jahren aktiv, sprach auch nach dem 2. Weltkrieg viele Synchronrollen (Jo van Fleet in Jenseits von Eden, Bette Davis in Die unteren Zehntausend).
Cary Grants deutsche Stimme gehört Hannsgeorg Laubenthal. Laubenthal (1911-1971) war von 1936 bis 1952 an Theatern in Berlin tätig (Staatstheater, Deutsches Theater, Schlossparktheater, Schillertheater) vor er vor allem in klassischen Rollen auftrat. In diese Zeit fallen auch seine Synchronarbeiten. Neben Cary Grant sprach er vor und während des Krieges für David Niven (Rose Marie), Robert Young (Seekadetten), Osvaldo Valenti (Todfeinde). Nach dem Krieg sprach er mehrfach für Douglas Fairbanks jr. Im Kino war Laubenthal nur selten zu sehen: im Rühmann-Film Der Florentiner Hut (1939), in den DEFA-Filmen Das kalte Herz (1950) und Der Untertan (1951) sowie 1960 in Wolfgang Liebeneiners Schlußakkord.

laubenthal 4Hannsgeorg Laubenthal in Der Untertan (1951)

Die Schlacht (F 1933 – DF 1934)

Die SchlachtCharles Boyer, Annabella, John Loder

Die Schlacht
Originaltitel: La Bataille
Produktion: Liano Films, F, 1933
Regie: Viktor Tourjansky, Nicolas Farkas
Deutsche Fassung: ?
Dialogregie:
Dialogbuch: ?
Deutscher Verleih: ?
Deutsche Erstaufführung: April 1934

Von dem Film wurde 1934 auch eine englische Fassung hergestellt, mit Charles Boyer, Merle Oberon, John Loder

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Yorisaka                     – Charles Boyer          – Hans Meyer-Hanno
Mitsouko Yorisaka   – Annabella                 – Viktoria von Ballasko
Herbert Fergan         – John Loder               – Harry Giese

Inhalt:

Russisch-Japanischer Krieg, 1904: der japanische Offizier Yorisaka setzt seine Ehefrau Mitsouko auf den britischen Militärattachee an, um ihn auszuspionieren. Doch Mitsouko verliebt sich in den Engländer…

Anmerkungen:

Charles Boyer wurde in diesem Film von Hans Meyer-Hanno (3.6.1906 – 20.4.1945) synchronisiert. Meyer-Hanno war überzeugter Kommunist (KPD Mitglied bis 1933) und während des dritten Reichs im Widerstand aktiv. Er gehörte zu den meistbeschäftigten Synchronschauspielern jener Jahre. Meyer-Hanno wurde einige Tage nach dem 20. Juni 1944 während eines Urlaubs im Salzkammergut verhaftet und nach Berlin verbracht (Vorwurf: „Nichtanzeige eines kommunistischen Unternehmens“). Er wurde im Oktober 1944 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Während der letzten Kriegstage wurde er zum letzten Aufgebot rekrutiert. Dort versuchte er während Schanzarbeiten zu fliehen und wurde von hinten erschossen. Meyer-Hannos jüdische Ehefrau Irene (geb. Sager, 1899-1983) überlebte ihn um beinahe 40 Jahre.