Hoheit tanzt inkognito (USA 1937 – DF 1938)

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Original-Filmplakat

Hoheit tanzt inkognito
Originaltitel: Rosalie
Produktion: MGM, USA, 1937
Regie: W.S. van Dyke
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Sprachaufnahmen: Juni 1938
Dialogregie: ?
Dialogbuch: ?
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  28.07.1938 – Berliner EA: 19.12.1938 (Marmorhaus)

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Dick Thorpe                – Nelson Eddy               Wilhelm Borchert
Rosalie                         – Eleanor Powell           Lu Säuberlich
Der König                    – Frank Morgan            Harry Liedtke

Inhalt:

Der West-Point Kadett Dick Thorpe verliebt sich in die Studentin Rosalie. Doch die stellt sich als Prinzessin eines europäischen Königreiches heraus. Dick will die Hoffnung auf Rosalie schon aufgeben, doch das Schicksal will es anders.

Anmerkungen:

Eleanor Powell (1912-1982), war in jenen Jahren eine der beliebtesten Tänzerinnen und Schauspielerinnen in den USA. Ihr erster Erfolg war „Broadway-Melodie“ (1936). Es folgten Filme wie „Zum Tanzen geboren“, „Broadway Melodie 1938“ und „Südsee-Nächte“ (1939). All diese Filme liefen auch im damaligen Deutschen Reich. Bis auf den ersten wurde Powell in allen anderen Filmen von Lu Säuberlich (1911-1976) synchronisiert. Für Ernst-Wilhelm Borchert dürfte dies eine der ersten Synchronhauptrollen gewesen sein. Borchert war ab der 1950er Jahre einer der am häufigsten eingesetzten Synchronschauspieler (Henry Fonda, Alan Ladd, Johnny Weissmüller, William Holden, Richard Widmark, Charlton Heston, Alec Guinness….)

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Broadway-Melodie 1938 (USA 1937- DF 1938)

Broadway Melodie 1938

Broadway-Melodie 1938
Originaltitel: Broadway-Melody of 1938
Produktion: MGM, USA, 1937
Regie: Roy del Ruth
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: ?
Dialogbuch: ?
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM, Berlin
Deutsche Erstaufführung: 11.04.1938, Berlin (Marmorhaus)

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Steve Raleigh              – Robert Taylor                     Arthur Schröder
Sally Lee                       – Eleanor Powell                   Lu Säuberlich
Sonny Ledford            – George Murphy                  Kurt Meisel
Caroline                        – Binnie Barnes                     Flockina von Platen
Peter                              – Buddy Ebsen                        Clemens Hasse
Alice Clayton               – Sophie Tucker                     Trude Hesterberg
Betty Clayton              – Judy Garland                        Herti Kirchner
Nicki                              – Charles Igor Gorin              Erich Fiedler
Herman                        – Raymond Walborn               Georg Alexander
Duffy                             – Robert Benchley                  Wilfried Seyferth
Kellner                          – Willie Howard                      Fritz Claudius
James K. Blakely        – Charley Grapewin               Franz Weber
Schnüffel                      – Robert Wildhack                 Wolf Trutz
George                           – Billy Gilbert                            Will Dohm
Jerry Mason                  – Barnett Parker                     Hubert von Meyerinck
Emma Snipe                – Helen Troy                             Erika Helmke

Vermutlich wurden auch hier die Rollennamen teilweise in der deutschen Fassung geändert. Der Film wurde für das TV neu synchronisiert; hier sprach Bodo Wolf für Robert Taylor.

Inhalt:

Die junge Pferdetrainerin Sally freundet sich mit  Sonny und Peter an, die ein Pferd nach New York bringen sollen. Sally reist mit den beiden und dem Pferd nach New York. Dabei trifft sie auf die Talentsucher Steve, der Sally zu einem großen Revuestar macht.

Anmerkungen:

Auch „Broadway-Melodie 1938“ zählte zu den großen Kassenerfolgen von MGM in Deutschland. Bei der Synchronbesetzung gab es keinerlei Kontinuität gegenüber „Broadway-Melodie“.

 

 

 

 

 

Broadway-Melodie (USA 1935- DF 1936)

Broadway-Melodie
Originaltitel: Broadway-Melody of 1936
Produktion: MGM, USA, 1935
Regie: Roy del Ruth; W.S. van Dyke (ungenannt)
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: ?
Dialogbuch: ?
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis/Klangfilm (D)
Dt. Verleih: MGM, Berlin
Deutsche Erstaufführung: 25.02.1936

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Paul (OF: Bert) Keeler            – Jack Benny        Hans Schalla
Eva (OF: Irene) Foster            – Eleanor Powell Hilde Heinrich
Bob Gordon                               – Robert Taylor    Siegfried Schürenberg
Kitty Corbett                             – Una Merkel       Tatjana Sais
Schnüffel (OF: Snoop)           – Sid Silvers          Kurt Seifert
Teddy (OF: Ted)                        – Buddy Ebsen     Horst Birr
Lillian Brent                              – June Knight       Karin Evans
Annie (OF: Sally)                      – Vilma Ebsen     Gertrud Spalke 

Der Film wurde fürs TV neu synchronisiert: Christian Quadflieg sprach für Robert Taylor.

Inhalt:

Bob Gordon will einen neue Broadway-Show auf die Beine stellen, leidet aber an Geldknappheit. Hilfe kommt von der reichen Lillian Brent. Die macht aber zur Bedingung, dass sie die Hauptrolle übernimmt. Die junge talentierte Eva Foster bemüht sich ebenfalls um die Hauptrolle. Doch Lillian Brent besteht darauf, die Hauptrolle selbst zu spielen. Daraufhin bemühen sich der Journalist Paul Keeler und Gordons Sekretärin darum, dass Eva die Rolle doch bekommt.

Anmerkungen:

Eleanor Powells Gesang wurde von Marjorie Lane übernommen.

Robert Taylor (1911-1969) kam 1935/36 ganz groß als Schauspieler heraus. Er hatte 1934 einen Siebenjahresvertrag bei MGM unterschrieben, blieb aber letztendlich 24 Jahre bei MGM unter Vertrag- länger als jeder andere Schauspieler. In den 30er Jahren hatte er Erfolg mit „Kleinstadtmädel“, „Die Kameliendame“, „Frauenehre“, „Zwischen Hass und Liebe“, „Broadway Melodie 1938“ oder „Der Lausbub aus Amerika“. Zu Beginn der 1950er Jahre konnte er mit Historienfilmen wie „Quo Vadis?“, „Ivanhoe“ oder „Die Ritter der Tafelrunde“ an seine Vorkriegserfolge anschließen. In den 1960er Jahren ließ seine Popularität nach; er gründete eine eigene Produktionsfirma, wo er u.a. in der TV-Serie „Kein Fall für FBI“ zu sehen war. Taylor war von 1939 bis 1951 mit Barbara Stanwyck, in zweiter Ehe ab 1954 mit der deutschen Schauspielerin Ursula Thiess verheiratet. Robert Taylor erlag 1969 einem Lungenkrebsleiden. Die Trauerrede hielt sein Freund Ronald Reagan.

„Broadway Melodie“ wurde einer der größten US-Filmerfolge in Deutschland bis 1940. Interessant dabei ist, dass der Hauptdarsteller Jack Benny Jude war; die Nazi-Zensoren daran aber offenbar keinen Anstoß nahmen.

Filmausschnitt mit Robert Taylor und June Knight (Originalfassung). Die deutsche Kinofassung dürfte sich kaum unterschieden haben- die Lieder wurden nicht eingedeutscht. Möglicherweise gab es aber deutsche Untertitel.

Ein weiterer Filmausschnitt (Originalfassung):