Seekadetten (USA 1937 – DF 1938/39)

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span. Filmplakat

Seekadetten
Originaltitel: Navy, Blue and Gold
Produktion: MGM, USA 1937
Regie: Sam Wood
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: Karl Heinz Stroux, Otmar von Ecker
Dialogbuch: Hermann Gressieker
Tonschnitt: Dr. Arthur Kamps
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM Filmverleih, Berlin
Deutsche Erstaufführung: 10.02.1939

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Roger „Rog“ Ash           – Robert Young              – Hannsgeorg Laubenthal
John „Truck“ Cross      – James Stewart             – Kurt Meisel
Patricia „Pat“ Gates     – Florence Rice              – ?
Richard „Dick“ Gates  – Tom Brown                  – Hans Quest
Cpt. „Skinny“ Daves    – Lionel Barrymore        – Erich Ponto
Tommy Milton             – Paul Kelly                     – Wilhelm Borchert
Diener Graves              – Barnett Parker            – Hubert von Meyerinck
Weeks                            – Frank Albertson         – Clemens Hasse
Alyce Gates                   – Billie Burke                  – Eva Maria Brock
Richard Gates sr.         – Samuel S. Hinds          – Fritz Odemar
Lt. North                        – Donald Douglas          – Paul Klinger
Football Trainer Southern Uni – Pat FlahertyJosef Dahmen
Harnet                            – Ted Pearson                – Erich Fiedler
Mason                            – Don „Red“ Barry         – Clemens Hasse
Kommentator #1         – John Hiestad                – Josef Dahmen
Kommentator #2         – Tom Hanlon                 – Paul Dahlke
Heizer                            – Jack Pennick                – Franz Nicklisch
Zuschauer                     – Cyril Ring                     – Wilfried Seyferth
Kapitän                          – Wilfred Lucas             – C.W. Burg

weitere Synchronrolle: Walter Bluhm (Marinesoldat)

Inhalt:

Der Student Ash, der Marinesoldat Cross und der reiche Dick Gates bekommen ein Stipendium für die Marineuniversität. Das Football-As Roger Ash. der sich für unwiderstehlich hält, muss bittere Erfahrungen machen. John Cross versucht seinen Vater zu rehabilitieren, der vor Jahren aus der Marine ausgeschlossen wurde. Und Gates wird zu einem guten Marinekameraden.

Anmerkungen:

Über Otmar von Ecker, den Co-Regisseur der deutschen Fassung neben Karl-Heinz Stroux, ist leider nur wenig bekannt. Er wurde am 25. Februar 1904 geboren und war der Neffe des berühmten Sängers Richard Tauber. Als Kind war er schon beim Wiener Burgtheater engagiert, eine Tournee führte ihn 1929 in die Tschechoslowakei. Die deutsche MGM Synchronabteilung beschäftigte ihn Ende der 1930er Jahre als Dialogregisseur (u.a. „Rose-Marie“, „Südsee-Nächte“, beide 1939). Über seinen weiteren Lebensweg ist bislang nichts bekannt.

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Die deutschen Stimmen der drei männlichen Hauptdarsteller: Hannsgeorg Laubenthal, Kurt Meisel und Hans Quest

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Das blonde Gespenst (USA 1937 – DF 1938)

 

das blonde gespenstUS-Filmplakat

Das blonde Gespenst
weitere dt. Titel: Topper- das blonde Gespenst; Zwei Engel ohne Flügel
Originaltitel: Topper
Produktion: MGM, USA 1937
Regie: Norman Z. McLeod
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: ?
Dialogbuch: ?
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM Filmverleih, Berlin
Deutsche Erstaufführung: 24.06.1938

Der Film wurde 1963 neu synchronisiert: Erik Schumann spricht hier für Cary Grant, Ursula Herwig  für Constance Bennett und Bum Krüger für Roland Young
Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Marion Kerby          – Constance Bennett    – Roma Bahn
George Kerby          – Cary Grant                  – Hannsgeorg Laubenthal
Cosmo Topper         – Roland Young            – Fritz Odemar
Clara Topper            – Billie Burke                 – Eva Maria Brock
Wilkins                     – Alan Mowbray            – Arthur Schröder
Polizist                      – Eddy Chandler            – Otto Henning

weiterer Synchronsprecher: Hans Timerding 

Inhalt:

Die bezaubernde Marion Kerby und ihr charmanter Gatte George genießen das Leben in vollen Zügen. Als Hauptaktionäre eines großen Bankhauses gibt es nichts, was ihnen Sorgen macht. Doch das Dolce Vita hat ein jähes Ende, als die beiden bei einem Autounfall sterben. Seitdem geistern sie herum, und nur eine gute Tat kann sie in den Himmel bringen. Ihr alter Freund Cosmo Topper ist das ideale Opfer. Von seiner launischen Gattin ständig schikaniert braucht er dringend neuen Lebensmut. Marion und George machen alles, um Topper wieder auf andere Gedanken zu bringen…

Anmerkungen:

Constance Bennett wurde in diesem Film von Roma Bahn (1896-1975) synchronisiert. Roma Bahn trat schon in Stummfilmen auf. Später war sie auch in Tonfilmen zu sehen, meist in Nebenrollen (u.a. La Habanera, Kautschuk, Ein Mädchen geht an Land). Ihr Kinolaufbahn setzte sie auch nach dem Krieg fort (…wie einst Lili Marleen, Gestehen Sie, Dr. Corda!). Als Synchronsprecherin war sie seit den 1930er Jahren aktiv, sprach auch nach dem 2. Weltkrieg viele Synchronrollen (Jo van Fleet in Jenseits von Eden, Bette Davis in Die unteren Zehntausend).
Cary Grants deutsche Stimme gehört Hannsgeorg Laubenthal. Laubenthal (1911-1971) war von 1936 bis 1952 an Theatern in Berlin tätig (Staatstheater, Deutsches Theater, Schlossparktheater, Schillertheater) vor er vor allem in klassischen Rollen auftrat. In diese Zeit fallen auch seine Synchronarbeiten. Neben Cary Grant sprach er vor und während des Krieges für David Niven (Rose Marie), Robert Young (Seekadetten), Osvaldo Valenti (Todfeinde). Nach dem Krieg sprach er mehrfach für Douglas Fairbanks jr. Im Kino war Laubenthal nur selten zu sehen: im Rühmann-Film Der Florentiner Hut (1939), in den DEFA-Filmen Das kalte Herz (1950) und Der Untertan (1951) sowie 1960 in Wolfgang Liebeneiners Schlußakkord.

laubenthal 4Hannsgeorg Laubenthal in Der Untertan (1951)

Maienzeit (USA 1937 – DF 1937)

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Filmplakat aus Österreich

Maienzeit
Originaltitel: Maytime
Produktion: MGM 1937
Regie: Robert Z. Leonard
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  MGM Filmverleih, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  15.10.1937 – Berliner EA: 05.01.1938 (Capitol, OmU)

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Marica Morney/ Miss Morrison – Jeanette MacDonald      Hanna Waag
Paul Allison                                    – Nelson Eddy                    Alf von Sivers
Nicolai Nazaroff                            – John Barrymore             Fritz Odemar
Kip Stuart                                       – Tom Brown                       – ?
Barbara Roberts                            – Lynn Carver                     Ruth Hellberg

weiterer Synchronsprecher: Siegfried Schürenberg

Inhalt:

Im Mai. Die alte Jungfer Miss Morrison tröstet einen jungen Mann der Liebeskummer hat. Es stellt sich heraus, dass es sich bei der alten Dame um die früher gefeierte Operndiva Marica Morney handelt. Einst studierte sie in Paris Musik bei dem berühmten Gesangslehrer Nazaroff. Der ältere Mann verliebt sich in die junge Sängerin und hält um ihre Hand an. Aus Verantwortungsgefühl gibt sie nach, obwohl sie Nazaroff nicht liebt. Da trifft sie den jungen Sänger Paul Allison- beide verlieben sich ineinander. Dennoch heiratet sie Nazaroff. Die Ehe verläuft unglücklich. Nach Jahren trifft sie Paul wieder- die beiden haben immer noch Gefühle füreinander. Doch Marica widersteht der Versuchung, doch Nazaroff missversteht die Situation und erschießt den vermeintlichen Widersacher. Und so wird aus der Sängerin Marica Morney die verhärmte Miss Morrison.

Anmerkungen:

Nachdem das Paar MacDonald/Eddy mit „Tolle Marietta“ einen großen Erfolg verbuchen konnten, bekamen sie die Hauptrollen für „Maienzeit/ Maytime“. Regisseur Edmond Goulding begann 1936 mit den Dreharbeiten, die jedoch im September nach dem plötzlichen Tod des MGM-Produktionschefs Irving Thalberg eingestellt wurden. Danach wurde das Projekt gründlich überarbeitet. Die Regie übernahm jetzt Robert Z. Leonard, das Drehbuch wurde völlig überarbeitet. Der Film wurde 1937 der erfolgreichste Film für MGM.
Der deutsche Sprecher von Nelson Eddy ist hier Alf von Sivers (1907-1946; auch: Alf von Sievers).  Er spielte in einigen Kinoproduktionen zwischen 1935 und 1938 mit. Er starb am 1. April 1946 bei einem Autounfall.


Filmausschnitt (Original)

 

Tarantella (USA 1937-DF 1938)

Tarantella 2

Tarantella
Originaltitel: The Firefly
Produktion: MGM, USA, 1937
Regie: Robert Z. Leonard
Deutsche Fassung: MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogregie: Kurt Werther
Dialogbuch: Hermann Gressieker
Tonschnitt: Dr. Arthur Kamps
Tonmeister: Oscar Haarbrandt
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: MGM, Berlin
Deutsche Erstaufführung: 21.07.1938, Berlin (Capitol am Zoo)

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Nina Maria                       – Jeanette MacDonald       Hanna Waag
Don Diego                        – Allan Jones                        Erich Fiedler
Major de Rouchemont – Warren William               Fritz Odemar
Marquis de Melito         – Douglass Dumbrille        Siegfried Schürenberg
General Savary               – Henry Daniell                    Otto Braml
König Ferdinand            – Tom Rutherford               Wilhelm Borchert
Gastwirt                            – Billy Gilbert                       Hans Stiebner
Geheimdienstchef         – George Zucco                    C.W. Burg
Lola                                     – Belle Mitchell                   Gertrud Spalke
Duval                                  – Corbet Morris                   Wilfried Seyferth
Wellington                       – Matthew Boulton             Ernst Legal
Taubenhändler               – Maurice Black                     Erich Ponto
weiterer Synchronsprecher: Walter Bluhm

Inhalt:

1808. Nina Maria, genannt „Firefly“, ist Spionin im Dienste der Engländer. Ihr Geliebter, Don Diego, arbeitet hingegen für die Franzosen. Nach der siegreichen Schlacht über die Franzosen 1813 finden die beiden dann endgültig zueinander.

Anmerkungen:

Nach „San Franzisko“ war Jeanette MacDonald wieder in einer Filmoperette zu sehen- allerdings ohne ihren Partner Nelson Eddy. Stattdessen wurde der eher unbekannte Allan Jones engagiert. Die MacDonald bestand darauf, dass Jones als Co-Star behandelt wurde und in mehr Szenen zu sehen war als ursprünglich konzipiert. Von der Operette „The Firefly“ wurden nur die Lieder übernommen; die Handlung wurde komplett neu geschrieben. „Tarantella“ erwies sich für MGM nur als leidlich erfolgreich. In „Im Goldenen Westen“ (1938) waren Jeanette MacDonald und Nelson Eddy wieder gemeinsam zu sehen.

Die deutsche Fassung von „Tarantella“ ist um Szenen gekürzt, in denen deutsche Spione zu sehen waren. Die Stimme von Jeanette MacDonald, Hanna Waag, floh 1938 vor den Nazis nach Luxemburg, da ihr Mann Jude war (und sich dort schon aufhielt). Für Erich Fiedler war es die erste Synchronhauptrolle.

Filmausschnitt/ Originalfassung (die Lieder wurden in der deutschen Fassung nicht synchronisiert).