Bengasi- Das Schicksal einer Stadt (I 1942 -DF 1943)

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Bengasi- Das Schicksal einer Stadt
Originaltitel: Bengasi
Produktion: Film Bassoli, I, 1942
Regie: Augusto Genina
Deutsche Fassung: Lüdtke & Rohnstein, Berlin, hergestellt im März/April 1943
Dialogregie: Dr. Konrad P. Rohnstein
Dialogbuch: Georg Rothkegel
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih (geplant): DiFu – Deutsch-Italienische Film-Union
Deutsche Erstaufführung:  keine

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Hauptmann Enrico Berti  – Fosco Giachetti       Paul Klinger
Carla Berti                            – Maria von TasnadyViktoria von Ballasko
Filippo Colleoni                   – Amedeo Nazzari     Carl-Heinz Schroth
Giuliana                                – Vivi Gioi                   Lu Säuberlich
Bürgermeister                     – Guido Notari           Werner Schott
Dr. Malpini                           – Leo Garavaglia       Alfred Haase
Fanny                                    – Laura Redi               Gerda Maria Terno
Antonio                                 – Fedele Gentile         Peter Mosbacher
Mutter                                   – Amelia Bissi             Margarethe Kupfer
Hauptmann Marchi            – Carlo Duse               Herbert Gernot

weitere Synchronsprecher: Christian Gollong („Funker des Geheimsenders“), Curt Ackermann („LKW-Fahrer“), Hanns Eggerth, Erich Dunskus

Inhalt:

Anfang 1941 wird die libysche Hafenstadt Bengasi von den Engländern eingenommen. Die italienischen Verteidiger, u.a. Hauptmann Berti, der dabei einen Arm verliert, müssen sich zurückziehen. Die britischen Besatzer, meist betrunken, erweisen sich als üble Besatzer. Als Berti zu seiner Familie zurückkehrt, muss er feststellen, dass sein kleiner Sohn bei einem britischen Bomberangriff ums Leben gekommen ist. Inzwischen ist das deutsche Afrikakorps dem italienischen Bundesgenossen zu Hilfe gekommen. Gemeinsam befreien Deutsche und Italiener Bengasi- begeistert von der Zivilbevölkerung empfangen.

Anmerkungen:

Die oben angezeigte Werbeanzeige für „Bengasi“ erschien am 3. März 1943 in der letzten Ausgabe der „Filmwelt“ (aufgrund der Kriegslage wurden die illustrierten Zeitschriften damals eingestellt). Zu diesem Zeitpunkt begannen die Sprachaufnahmen für die deutsche Synchronfassung. Als diese beendet waren und der Film dann in die Kinos kommen sollte, war der Streifen durch die Kriegslage schon überholt. Die deutsche Heeresgruppe Afrika kapitulierte am 12. und 13. Mai 1943 in Tunesien. Somit kam der Film gar nicht mehr zum Einsatz.
Die ungarische Hauptdarstellerin Maria von Tasnady, drehte bis Ende der 1930er Jahre vor allem in Deutschland, danach in ihrer Heimat Ungarn und in Italien. 1948 verließ sie Ungarn, ab 1954 lebte sie in Deutschland, wo sie noch gelegentlich in Kinofilmen mitspielte.
Paul Klinger sprach Fosco Giachetti auch in „Alakazar“.

 

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Tat ohne Zeugen (I 1939 – DF 1940)

Tat ohne Zeugen
Originaltitel: Il fornaretto di Venezia
Produktion: ViVa,  Italien, 1939
Regie: John Bard (= Duilio Coletti)
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Dr. Konrad P. Rohnstein
Dialogbuch: Georg Rothkegel
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DiFu- Deutsch-Italienische Film-Union
Deutsche Erstaufführung:  30.10.1940

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Lorenzo Loredano, Inquisator  – Enrico Glori                 Alfred Haase
Elena Loredano                              – Letizia Bonini             Margarete Schön
Piero Tasca, Bäckergeselle         – Roberto Villa                – Wolfgang Staudte
Annetta, seine Braut                    – Elsa de Giorgi               Käthe Vanden
Olimpia Zeno                                  – Clara Calamai             Edyth Edwards
Alvise Duodo                                   – Osvaldo Valenti          Claus Clausen
Vater Tasca                                      – Gero Zambuto             C.W. Burg
Mocenigo                                          – Carlo Tamberlani      Werner Schott
Barrabas                                            – Cesare Polaccio           Herbert Gernot

Inhalt:

Im Mittelalter. Der Inquisator Loredano hat ein Auge auf die hübsche Olimpia geworfen. Das missfällt seiner Gattin Elena, die sich wiederum mit ihrem Cousin Alvise vergnügt. Loredano bekommt das heraus und lässt Alvise von dem Mörder Barrabas umbringen. Der Verdacht fällt auf den Bäckergesellen Piero Tasca…

Anmerkungen:

Historienfilm, der weniger auf Action und mehr auf Intrigenspiele setzt.

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Roberto Villa

Mitternachtszauber (CZE 1939- DF 1939)

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tschechisches DVD-Cover

Mitternachtszauber
Originaltitel: Divka v modrém
Produktion: Lucernafilm, Prag, 1939
Regie: Otakar Vavra
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Kurt Werther
Dialogbuch: Georg Rothkegel
Tonsystem: Tobis-Klangfilm
Deutscher Verleih:  ?
Deutsche Erstaufführung:  26.01.1940

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Gräfin Blanka von Blankenburg – Lida Baarová         dto.
Notar Jan Karas                                – Oldrich Nový         Harry Giese
Smrcinská                                          – Ruzena Slemrová Anneliese Würtz
Slávinka                                              – Sylva Langova        Erika Goerner
Otýlie                                                   – A. Nedosinská       Erna Sellmer
Ruzenka Smutná                              – Natasa Gollová     Gertrud Faerber
Dr. Pacovsky                                      – Bedrich Veverka   Christian Gollong
Cádek                                                   – Frantisek Paul       Hugo Schrader
Kastelan                                              – Vladimir Majer      Alfred Haase
Kabelka                                               – Vladimir Repa       C.W. Burg
Landa                                                   – Josef Belský           Werner Schott

Inhalt:

Der Notar Karas erwirbt ein Gemälde, auf dem die junge Gräfin Blanka zu sehen ist. Er ist von dem Bild so fasziniert, dass er die abgebildete Frau küsst. Und dann geschieht es: die junge Gräfin entsteigt aus dem Bild…ist das alles nur ein Traum?

Anmerkungen:

Die Hauptdarstellerin Lida Baarová (Ludmila Babková, 1914-2000)  war 20 Jahre alt, als sie von der UFA engagiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie schon eine ganze Reihe von Filmen in ihrer tschechischen Heimat gedreht. Sie lernte schnell deutsch und wurde mit Filmen wie „Barcarole“ (1935), „Verräter“ (1936) und „Patrioten“ (1937) ein beliebter Filmstar in Deutschland. Sie war mit dem Schauspielerkollegen Gustav Fröhlich liiert- bis sie ihren Nachbarn, den Propagandaminister Joseph Goebbels, näher kennenlernte. Goebbels, der mit seiner Ehefrau Magda nach außen hin eine „deutsche Musterehe“ führte, in Wirklichkeit aber unzählige Affären mit jungen Schauspielerinnen hatte, wurde ihr Geliebter (Baarová selbst aber sprach von einer „platonischen Liebesbeziehung“ und davon, dass sie nur aus Angst vor dem mächtigen Minister bei ihm blieb). Goebbels jedenfalls war ganz vernarrt in die junge Tschechin. Das ging soweit, dass er 1938 sein Ministeramt aufgeben und mit seiner Geliebten als Botschafter nach Japan gehen wollte. Nach einem theatralischen Auftritt von Magda Goebbels bei Hitler forderte der „Führer“ von Goebbels, sich von Baarová zu trennen- was dieser unter Tränen auch tat. Lida Baarovás letzter deutscher Film „Preußische Liebeslegende“ (mit Willy Fritsch als Partner) kam nicht mehr zur Aufführung. Die Baarová ging 1939 nach Prag zurück. Inzwischen war die Tschechoslowakei allerdings nicht mehr existent: das Sudetenland kam 1938 zu Deutschland, die Slowakei wurde kurz danach (als deutscher Satellitenstaat) selbstständig, der Rest wurde zum „Protektorat Böhmen & Mähren“ unter deutscher Herrschaft. In der Filmproduktion aber gab es eine gewisse Autonomie. Es entstanden einige sehr gute Filme, wie der hier vorgestellte „Mitternachtszauber“. Für die Synchronarbeiten kehrte die Baarová für kurze Zeit nach Berlin zurück. Neben „Mitternachtszauber“ war das auch für den Film „Die maskierte Geliebte“ der Fall. Im „Protektorat“ aber wurde Lida Baarová mehr und mehr als „deutschfreundlich“ angefeindet. So drehte sie 1942/43 einige Filme in Italien, musste dann aber in ihre Heimat zurückkehren. Das Kriegsende erlebte sie in Prag, flüchtete dann aber nach Bayern, wo ihr Hans Albers in seinem Haus am Starnberger See eine Bleibe anbot. Sie wurde jedoch in Bayern vom US-Geheimdienst verhaftet. Im September 1945 brachten tschechische Soldaten Lida Baarová zurück nach Prag. Dort wurde ihr der Prozess gemacht. Dank für sie guter Zeugenaussagen konnte sie Ende 1946 das Gefängnis verlassen. Sie heiratete 1947 den Puppenspieler Jan Kopecký. Als 1947 die Kommunisten nach einem Putsch die Macht übernahmen, flüchtete das Paar nach Österreich. Die beiden wanderten dann nach Argentinien aus, allerdings kehrte Lida schon nach kurzer Zeit zurück nach Europa, die Ehe wurde geschieden. In den 1950er Jahren drehte sie noch einige Filme in Italien und lebte fortan in Salzburg, von wo sie im deutschsprachigen Raum immer wieder an Theatern auftrat.

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Lida Baarová in dem deutschen Film „Patrioten“ (1937)

 

Frau am Abgrund (I 1940 – DF 1942)

Frau am Abgrund
italienisches Filmplakat

Frau am Abgrund
Originaltitel: La Peccatrice
Produktion: Manenti Film, Italien, 1940
Regie: Amleto Palermi
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Kurt Werther
Dialogbuch: Georg Rothkegl
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  DiFU – Deutsch-Italienische Film-Union
Deutsche Erstaufführung:  1942

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Maria Ferrante                 – Paola Barbara               Hanne Fey
Pietro Bandelli                 – Vittorio de Sica             Harry Giese
Salvatore                           – Fosco Giachetti            Hanns Eggerth
Alberto                               – Gino Cervi                      Claus Clausen
Marias Mutter                  – Bella Starace Sainati   Margarete Kupfer
Paolo                                   – Umberto Melnati          Hugo Schrader
Andrea                                – Camillo Pilotto             Alfred Haase
Ottavio                               – Piero Carnabucci           Werner Schott
Adele                                  – Anna Maria Falchi        Margarete Schön

weiterer Synchronsprecher: Erich Dunskus

Inhalt:

Die junge Maria ist in einem Bordell gelandet. In Rückblenden erinnert sie sich, wie sie dorthin kam. Marias Freund Alberto verlässt sie, als sie schwanger wird. Sie verliert das Kind, findet Unterschlupf bei einer Bauernfamilie. Salvatore, der Bruder der Bäuerin, bedrängt sie in betrunkenem Zustand- wie muss Maria gehen. Ein kurzes Glück findet Maria bei Pietro, der jedoch mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Sie landet in Ottavios Bordell, verlässt dieses nach einiger Zeit. Wieder trifft sie auf Pietro, sie findet Arbeit in der Firma seines Vaters. Doch auch diese muss sie nach kurzer Zeit verlassen. Zufällig trifft sie Bauer Andrea wieder, der sie für kurze Zeit aufnimmt. Am Ende kehrt Maria zu ihrer Mutter zurück.

Anmerkungen:

Paola Barbara (1912-1989) spielte auch Hauptrollen in „Kapitän Orlando“ oder „Rigoletto“ (1941, auch hier von Hanne Fey gesprochen). Über ihre Synchronstimme in diesem Film, Johanna „Hanne“ Fey ist leider nur wenig bekannt. Sie war in den Filmen „Hochzeit auf Bärenhof“ (1941), „Wir machen Musik“ (1942), „Damals“ (1942/43) und „Gefangene der Liebe“ (1954) zu sehen. Als Synchronsprecherin war sie auch bei der Continental in Paris tätig; nach dem Krieg konnte man ihre markante, tiefe Stimme auch in „Rebecca“ (1940, Deutsche Fassung 1951) hören. Hanne Fey wurde 1907 geboren und starb im Alter von nur 49 Jahren im Jahr 1957.

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Szenenfoto mit Paola Barbara und Vittorio de Sica

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Hanne Fey

 

 

Bengali (USA 1934 – DF 1935)

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dt. Wiederaufführungsplakat (1951)

Bengali
Originaltitel: The Lives of a Bengal Lancer
Produktion: Paramount, 1934
Regie: Henry Hathaway
Deutsche Fassung: Tobis Melofilm für Paramount Filmgesellschaft (?)
Dialogregie: ?
Dialogbuch: ?
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  Paramount Filmverleih, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  21.02.1935

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme

Lt. Alan McGregor           – Gary Cooper                Werner Schott
Lt. John Forsythe             – Franchot Tone            Harry Giese
Lt. Donald Stone              – Richard Cromwell      – Fritz Ley
Oberst Stone                     – Guy Standing              Walter Werner
Major Hamilton               – C. Aubrey Smith         Rudolf Klein-Rogge
Tanja Wolkanskaja          – Kathleen Burke            Barbara von Annenkoff
Mohammed Khan            – Douglass Dumbrille   – ?
Hamzulla Khan                 – Monte Blue                  Hanns Eggerth
Emir                                      – Akim Tamiroff            S. O. Schoening

Inhalt:

Indien während der britischen Kolonialzeit im 19. Jahrhundert. Die 41. Lanzenreiter-Kompanie unter dem Kommando von Lt. Alan McGregor ist  im Nordwesten Indiens stationiert. Zwei neue Leutnants sollen McGregor unterstützen: es sind  John Forsythe und Donald Stone, welcher der Sohn von Oberst Stone ist. Mohammed Khan plant einen Aufstand gegen die Briten. Es gelingt Mohammed Khan Lt. Stone gefangen zu nehmen. Sein Vater, Oberst Stone, verbietet eine Rettungsaktion um ihn zu befreien. Doch McGregor und Forsythe versuchen auch ohne Genehmigung, ihren Kameraden zu befreien. Doch sie werden selbst von Khan gefangengenommen. Die drei britischen Offiziere werden gefoltert. Unter der Folter bricht Stone zusammen und gibt den Aufständischen wichtige Informationen über eine Munitionslieferung, die daraufhin von den Rebellen abgefangen wird. Nun wird Khans Versteck von den Lanzenreitern angegriffen. Während der Kampfhandlungen gelingt es den drei Offizieren, sich zu befreien. Donald Stone tötet Mohammed Khan; damit ist er rehabilitiert.

Anmerkungen:

Einer der erfolgreichsten US-Filme im Deutschland der 1930er Jahre. Ausgezeichnet mit den Prädikaten „volksbildend“ und „künstlerisch wertvoll“. Keinem anderen US-Film wurden diese beiden Prädikate gleichzeitig verliehen. Angeblich soll es sogar Hitlers Lieblingsfilm gewesen sein. Vermutlich wurde die deutsche Fassung noch von der Tobis-Melofilm hergestellt; die fast zeitgleich hergestellte Fassung von „Cleopatra“ lässt darauf schließen. Unter den Synchronschauspielern findet man auch den Kölner Schauspieler Rudolf Klein-Rogge (1885-1955). Er wurde bekannt als Dr. Mabuse in den Fritz-Lang-Filmen „Dr. Mabuse, der Spieler“ (1922) und „Das Testament des Dr. Mabuse“ (1933, in Nazi-Deutschland verboten). Eine interessante Biographie hat Barbara von Annenkoff, im Film die deutsche Stimme von Kathleen Burke. Sie wurde als Varvara Annenkowa am 13. Februar 1900 im russischen St. Petersburg geboren. Ihr Vater war ein bedeutender Verleger, der u.a. die Werke Alexander Puschkins herausbrachte. In den 1920er Jahren war Barbara von Annenkoff mehrfach in deutschen Spielfilmen zu sehen, u.a. in „Ein Sommernachtstraum“ (1925), in welchem sie die Partnerin von Hans Albers war. Ihr letzter Stummfilm war der bekannte „Looping the Loop“ (1928, mit Werner Krauß). Zum Tonfilm kam von Annenkoff erst Mitte der 1930er Jahre; wo sie aber nur kleinere Rollen bekam. So war sie z.B. in Luis Trenkers „Der Kaiser von Kalifornien“ (1936) als Casino-Besucherin zu sehen. Nach dem Krieg lebte Barbara von Annenkoff in Baden-Baden, wo sie gelegentlich Theater spielte und in einigen Hörspielen mitwirkte. Sie starb 1979; der genaue Todestag ist nicht bekannt.

US-Video-Trailer

Kapitän Orlando (I 1940 – DF 1941)

Kapitän Orlando
Szenenfoto mit Paola Barbara, Otello Toso

Kapitän Orlando
Originaltitel: Il Ponte dei Sospiri
Produktion: Scalera, Italien, 1940
Regie: Mario Bonnard
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Kurt Werther
Dialogbuch: Alfred Haase
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  DiFU – Deutsch-Italienische Film-Union
Deutsche Erstaufführung:  September 1941

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Madonna Imperia                 – Paola Barbara           Elisabeth Lennartz
Orlando (OF:Rolando) Candiano – Otello Toso    Oskar Schättiger
Eleonora Grado                      – Mariella Lotti           Käthe Vanden
Graf Negroni                           – Guilio Donadio         – Alfred Haase
Bertuccio                                  – Virgilio Riento        Christian Gollong
Scalabrino                                – Erminio Spalla        C.W. Burg
Sandrigo                                   – Giorgio Capecchi     Werner Schott
Lando Grado                           – Giacomo Moschini  Wolf Trutz
Davila                                        – Dino di Luca             Hanns Eggerth

weiterer Synchronsprecher: Erich Dunskus

Inhalt:

Der venezianische Kapitän Orlando Candiano fällt in seiner Heimat einer Intrige zum Opfer und landet im Gefängnis. Seine Geliebte Eleonora kann ihn retten. Orlando fährt wieder für Venedig zur See.

Anmerkungen:

Bei dem deutschen Titel könnte man eine Seefahrer-Action-Spektakel á la Errol Flynn erwarten; dem ist allerdings nicht so. Im Vordergrund des Filmes stehen Intrigen und Machenschaften im Venedig des 16. Jahrhunderts. Die Hauptdarstellerin, Paola Barbera, wird in diesem Film von Elisabeth Lennartz synchronisiert. Elisabeth Lennartz (1902-2001) machte ihre Schauspielausbildung in Frankfurt/M. und hatte ihr erstes Bühnenengagement in Leipzig. 1923 spielte sie erstmals im Film („Im Namen des Königs“). Ab 1927 wirkte sie in Berlin, u.a. am Renaissance-Theater. Sporadisch spielte sie in den 1930er Jahre auch in Tonfilmen mit, so in „Ich bei Tag und Du bei Nacht“ (1933, mit Willy Fritsch und Käthe von Nagy). Als Synchronschauspielerin war Elisabeth Lennartz schon in den frühen 1930er Jahren tätig; im Krieg dann auch in Paris bei der Continental-Film. Nach dem Krieg folgte sie ihrem Ehemann Gustav Knuth in die Schweiz. Gelegentlich wirkte sie dann auch am Theater, so am Zürcher Schauspielhaus. Im Kino konnte man sie noch einmal in einem Remake des Rühmann-Filmes „Wenn wir alle Engel wären“ (1956, mit Dieter Borsche, Marianne Koch, Gustav Knuth) sehen.

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Elisabeth Lennartz

Natascha (F 1934 – DF 1935)

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franz. Filmplakat

Natascha
Titel in Österreich: Moskauer Nächte
Originaltitel:
 La Nuits Moscovites
Produktion: GG Films, Frankreich, 1934
Regie: Alexis Granovsky
Deutsche Fassung: Lüdtke, Dr. Rohnstein & Co., Berlin
Dialogregie: Dr. Konrad P. Rohnstein, Kurt Werther
Dialogbuch: Alfred Haase
Deutsche Liedertexte: Wolfgang Böttcher
Musikalische Leitung: Fritz Wenneis
Tonmeister: Ernst Schütz
Tonschnitt: Dr. Arthur Kamps
Synchronarbeiten: März/ April 1935, JOFA-Atelier, Berlin-Johannisthal, hergestellt nach dem Rhythmografie-Verfahren
Tonsystem: Western Electric (F) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  Regionalverleihe, u.a. Märkische Film GmbH, Frankfurt/M. (Mittel- und Süddeutschland)
Deutsche Erstaufführung:  1935

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Natascha Kovrin                        – Annabella                         – Trude Moos
Pjotr Briukoff                             – Harry Baur                       Walter Werner
Kapitän Ignatoff                        – Pierre Richard-Willm Harry Giese
Frau Kovrin                                 – Germaine Dermoz        Margarete Schön
Oberst Kovrin                             – Roger Karl                        Wolf Trutz
Kapitän Polonsky                      – Ernest Ferny                   Herbert Gernot
Anna Sablin/ Aila Tscherbat  – Spinelly                              – Til Klokow
General Molokoff                      – Paul Escoffier                 Erich Dunskus
Präsident des Kriegsgerichts – Paul Amiot                      Alfred Haase
Vertreter der Anklage              – André Carnège                Werner Schott
Lt. Petrowsky                              – Jean Heuzé                      Walter Kynast

Inhalt:

Russland, 1916. Der reiche Bauer und Kaufmann Briukoff ist mit der jungen Natascha Kovrin verlobt. Briukoff ist nicht mehr jung, aber die Familie Kovrin ist dankbar über seine Unterstützung und hat ihm die junge Tochter versprochen. Im Lazarett lernt Natascha den jungen Offizier Ignatoff kennen. Schon bald verlieben sich die beiden. Als es zu einem Zusammenstoß zwischen Ignatoff und Briukoff kommt, hält Natascha aus Pflichtgefühl zu ihrem Verlobten. Ignatoff will an die Front, doch er wird zum Generalstab versetzt. Am Kartentisch treffen sich die beiden Rivalen wieder. Ignatoff verliert und gerät finanziell in die Hände des Nebenbuhlers. Dann gerät er auch noch an die Spionin Tscherbaht. Ignatoff muss, obwohl unschuldig, vors Kriegsgericht. Nur Briukoff kennt die Wahrheit- doch wird er den Nebenbuhler retten…?

Anmerkungen:

Annabella (Suzanne Georgette Charpentier, 1907-1996) gehörte zu den beliebtesten Filmstars der 1930er Jahre. Ihren ersten Filmauftritt hatte sie schon 1927 in „Napoleon“ von Abel Gance. Ihre bekanntesten Filme im Frankreich der 1930er Jahre waren u.a. „Die Million“ (1931), „Die Schlacht“, „Fräulein Josette- meine Frau“ (beide 1933), „Natascha“ (1934) oder „Zwischen Abend und Morgen“ (1935). 1936 filmte sie in Großbritannien, danach in Hollywood. Dort hatte sie eine Affäre mit Tyrone Power, mit dem sie in „Suez“ (1939) auch auf der Leinwand zu sehen war. Die beiden heirateten 1939. Annabella zog sich von der Leinwand zurück und kehrte 1948, nach der Scheidung von Power, nach Frankreich zurück. An ihre Erfolge konnte sie allerdings nicht mehr anknüpfen.
Harry Baur (1880-1943) gehörte zu den großen Charakterschauspielern Frankreichs der 1930er und frühen 1940er Jahre. 1941 spielte er in der Continental-Produktion „Mord am Weihnachtsabend“. Zu diesem Zeitpunkt wurde er von der Vichy-Presse als angeblicher Jude und Freimaurer denunziert. Harry Baur drehte dann 1942 in Berlin den Spielfilm „Symphonie eines Lebens“; nach seiner Rückkehr nach Frankreich wurde er am 30. Mai 1942 vom Sicherheitsdienst verhaftet. Er kam am 19. September, schwer krank, aus der Haft frei. Propagandaminister Goebbels hob im Dezember 1942 das Spielverbot gegen Baur wieder auf; er sollte für Produktionen der Continental-Film zur Verfügung stehen. Doch dazu kam es nicht mehr: Harry Baur starb am 8. April 1943, vermutlich an den Folgen der Haft. Die Premiere seines letzten Films, „Symphonie eines Lebens“, am 21. April 1943 (Der Film hatte monatelang auf Eis gelegen) erlebte er nicht mehr.
Annabella wurde in den meisten ihrer Filme von Viktoria von Ballasko synchronisiert. Dies war in „Natascha“ nicht der Fall, sie wurde von Trude Moos vertreten.

Filmausschnitt (Originalversion)

Katja, die ungekrönte Kaiserin (F 1938 – DF 1939)

katja die ungekroente kaiserin

Katja, die ungekrönte Kaiserin
Originaltitel: Katia
Produktion: Metropa-Film, Frankreich, 1938
Regie: Maurice Tourneur
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Kurt Werther
Dialogbuch: Wolfgang Böttcher
Tonsystem: Western Electric (F) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: Märkische Film, Panorama, Schneider (Regionalverleihe)
Deutsche Erstaufführung:  27.02.1939, Berlin (Marmorhaus) – Synchronfassung ab Mai 1939

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Katharina „Katja“ Dolgorousky – Danielle Darrieux Ursula Grabley
Zar Alexander II.                              – John Loder               Heinz von Cleve
Graf Schowaloff                                – Aimé Clariond        – Werner Schott
Zarin Maria Alexandrowna           – Marie-Hèléne DetesteLore Schubert
General Potapoff                              – Marcel CarpentierC.W. Burg
Anatol                                                  – Raymond Aimos    Bruno Fritz
Prinz Dolgorousky                           – Marcel Simon         Harry Giese
Kaiser Napoleon III.                         – Georges Flateau    Alfred Haase

weiterer Synchronsprecher: Erich Dunskus

1959 Neuverfilmung von Robert Siodmak, mit Romy Schneider und Curd Jürgens in den Hauptrollen.

Inhalt:

Die verarmte Prinzessin Katja wird die Mätresse Alexanders II., und, nachdem die Gattin des Zaren gestorben ist, seine Ehefrau. Sie setzt sich für eine Verfassung ein, die dem Volk mehr Rechte zubilligt. Kurz vor ihrer Krönung zur neuen Zarin wird Alexander ermordet. Katja bleibt als „ungekrönte Kaiserin“ alleine zurück; Alexanders Nachfolger hält nichts von Reformen.

Anmerkungen:

Maurice Tourneur (1873-1961) gehörte zu den Filmpionieren in Frankreich und den USA. Tourneur hatte schon einige Filme in Frankreich gedreht, als er 1914 in die USA ging; dort wurde er schnell ein Starregisseur. In den 1920er Jahren ging er nach Europa zurück. U.a. drehte er in Deutschland 1929 den Stummfilm „Das Schiff der verlorenen Menschen“, mit Marlene Dietrich und Fritz Kortner in den Hauptrollen. Danach drehte er in seiner Heimat Frankreich, während des Krieges auch für Vichy-Frankreich (obwohl Tourneur die Nazis verachtete). 1949 erlitt Tourneur einen Autounfall, danach war seine Filmtätigkeit beendet. Sein Sohn Jacques Tourneur war ein bekannter Regisseur des US-Kinos („Katzenmenschen“, „Goldenes Gift“, „Wichita“, „Der Fluch der Dämonen“).
Danielle Darrieux (* 1. Mai 1917) war viele Jahre ein Topstar des französischen Kinos. Sie trat schon im Alter von 14 Jahren 1931 vor die Kamera, ihre erste Hauptrolle hatte sie 1934. Bekannt wurde sie durch Filme wie „Mayerling“ (1936), „Vertrauensbruch“ (1937) oder „Katja, die ungekrönte Kaiserin“. In der deutschen Besatzungszeit wirkte die Darrieux in einigen Continental-Produktionen mit, was ihr nach dem Krieg einigen Ärger brachte. Nach einer kurzen Filmpause konnte sie aber ihre Filmkarriere fortsetzen.
Der Brite John Loder (John Muir Lowe, 1898-1988) kann eine sehr wechselvolle Filmkarriere aufweisen. Während des ersten Weltkriegs kam er in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung blieb er in Deutschland und leitete eine Fabrik. In den 1920er Jahren kam er zum (deutschen) Film und konnte im Verlauf auch einige Hauptrollen aufweisen (z.B. „Alraune“, 1928). Mit dem Aufkommen des Tonfilmes versuchte er sich in Hollywood, hatte dort aber keinen Erfolg, so dass er nach Europa zurückkehrte und in England und Frankreich drehte. Mit Ausbruch des zweiten Weltkriegs ging John Loder erneut nach Hollywood. Er bekam nun auch Rollen in A-Produktionen, wie z.B. „Schlagende Wetter“ (1941) oder „Gentleman Jim- der freche Kavalier“ (1942). 1958 zog er sich weitgehend vom Film zurück. Er war fünf Mal verheiratet, u.a. mit Hedy Lamarr.
Loders deutsche Stimme in diesem Film gehört Heinz von Cleve (1897-1984). Der Offizierssohn nahm am ersten Weltkrieg teil, wo er mit dem EK erster und zweiter Klasse ausgezeichnet wurde. Nach dem Krieg erlernte er das Bankfach und studierte danach. 1928 zog es ihn ans Theater, wo er an verschiedenen Bühnen tätig war. Ab 1933 war Heinz von Cleve  in einigen Filmen zu sehen, u.a. in einer Hauptrolle zusammen mit Marika Rökk in „Leichte Kavallerie“ (1935). Er wurde in jenen Jahren „der schöne Mann der UFA“ genannt, allerdings war seine Filmkarriere 1939 beendet. Man holte Heinz von Cleve auch ins Synchronatelier, wo er neben John Loder auch den US-Kollegen Robert Taylor („Kleinstadtmädel“) oder Clark Gable seine Stimme lieh. Auf der Theaterbühne lernte er seine damalige Frau Tina Eilers kennen, die ihrerseits oft der Kollegin Jean Harlow die deutsche Stimme gab. So trafen sich die beiden auch im Synchronatelier bei gemeinsamen Arbeiten wieder. Nach dem Krieg war Heinz von Cleve gelegentlich in TV-Filmen zu sehen, spielte aber vorwiegend Theater im westdeutschen Raum. Auch als Hörfunk- und Synchronsprecher war er tätig.

 

 

Skandal um Dora (I 1940 – DF 1940)

Skandal um Dora

Skandal um Dora
Originaltitel: Dora Nelson
Produktion: ICI, Italien (1940)
Regie: Mario Soldati
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Dr. Konrad P. Rohnstein
Dialogbuch: Dr. Konrad P. Rohnstein
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DiFu- Deutsch-Italienische Film-Union, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  August 1940, Berlin

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Dora Nelson/ Pierina Costa    – Assia Noris               Ursula Grabley
Giovanni Ferrari                         – Carlo Ninchi            Werner Pledath
Alberto                                           – Luigi Cimara           Werner Schott
der falsche Prinz                         – Nino Crisman         Harry Giese
Emilio, ein Optiker                     – Carlo Campanini   Alfred Haase
Renata                                             – Miretta Mauri         Käthe Vanden
Enrico                                              – Massimo Girotti     Kurt von Ruffin
Gepé                                                 – Nando Bruno          C.W. Burg

Inhalt:

Komödie um eine junge Frau, die einem Filmstar so verblüffend ähnlich sieht, dass sie deren Platz annimmt.

Anmerkungen:

Die gebürtige Russin Assia Noris (eigentl. Anastasia von Herzfeld, 1912-1998) hatte eine kurze Erfolgszeit im italienischen Film Ende der 1930er bis Anfang der 1940er Jahre. Einer ihrer Erfolgsfilme ist der hier besprochene „Skandal um Dora“. 1939 drehte sie mit Vittorio de Sica „Alarm im Warenhaus“, ebenfalls eine Komödie, in der sie in Deutschland ebenfalls von Ursula Grabley synchronisiert wurde. Zu nennen wäre noch „Walzer einer Nacht“ aus 1940, der in Deutschland 1941 anlief (Sprecherin war hier Reva Holsey). Nach dem Krieg drehte Assia Noris nur noch zwei Spielfilme.

 

Stürme über Morreale (I 1938- DF 1939)

Stuerme ueber Morreale

Stürme über Morreale
Originaltitel: Ettore Fieramosca
Produktion: Nembo, Rom (1938)
Regie: Alessandro Blasetti
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Dr. Konrad P. Rohnstein
Dialogbuch: Dr. Konrad P. Rohnstein
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DiFu- Deutsch-Italienische Film-Union, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  21.11.1939, Berlin (Astor)

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Ettore Fieramosca              – Gino Cervi                     Claus Clausen
Graiano d’Asti                     – Mario Ferrari                Alfred Haase
Giovanna de Morreale       – Elisa Cegani                  Edyth Edwards
Guy de la Motte                   – Osvaldo Valenti           Werner Scharf
Prospero Colonna               – Lamberto Picasso       Werner Schott
Don Diego Garcia                – Corrado Racca              C.W. Burg
Fulvia                                      – Clara Calamai                Käthe Vanden
Franciotto                              – Umberto Sacripante    Eduard Bornträger
Jacopo                                      – Carlo Duse                     Erich Dunskus
Gentilino                                – Andrea Checci              Oskar Schättiger

Inhalt:

1500. Franzosen, Spanier und Italiener kämpfen um die Festung Morreale, deren Herrin Giovanna de Morreale ist. Der Edelmann Ettore Fieramosca und der Abenteurer Graiano d’Asti kämpfen aber nicht nur um Morreale, sondern auch um deren Herrin…

Anmerkungen:

Claus Clausen (1899-1989), Soldat im ersten Weltkrieg, debütierte nach dem Abitur beim Nationaltheater in Weimar. Weitere Theaterstationen waren dann Gera, Zürich, Berlin und Königsberg. Von 1930 bis 1938 war er am Deutschen Theater bzw. Staatstheater in Berlin engagiert, danach bis 1944 am Schillertheater Berlin. Nach dem Krieg arbeitete er am Berliner Hebbeltheater, dann in Bochum, Bonn, Essen, Hannover, Wunsiedel und Wuppertal. Sein erster Kinofilm 1930 war auch sein bekanntester: in „Westfront 1930“ spielte er die Rolle des Leutnants, der an der Front einen Nervenzusammenbruch erleidet und in geistige Umnachtung fällt. Weitere Kinofilme mit Claus Clausen waren „Berge in Flammen“ (1931), „Hitlerjunge Quex“ (1933), „Der alte und der junge König“ (1935) oder „Der große König“ (1942). Nach dem Krieg war Clausen nur noch in zwei Kinofilmen zu sehen: in dem US-Film „Des Teufels Erbe“ (1952; Hauptrollen: Gene Kelly, Pier Angeli) war er ein fanatischer Altnazi; in „Der Cornet“ (1955), einem der wenigen Mantel- und Degenfilme der Bundesrepublik, spielte er den General Graf Spork. Vor und während des 2. Weltkriegs war Clausen auch als Synchronschauspieler tätig; so sprach er mehrmals den italienischen Kollegen Gino Cervi (später als „Peppone“ berühmt geworden).

Morreale-Synchro 3

Synchronarbeiten zu „Morreale“: von links Claus Clausen, Synchronregisseur Konrad P. Rohnstein sowie Edyth Edwards. Die Herren Ritter waren wohl als Beigabe gedacht…