Die Schlacht (F 1933 – DF 1934)

Die SchlachtCharles Boyer, Annabella, John Loder

Die Schlacht
Originaltitel: La Bataille
Produktion: Liano Films, F, 1933
Regie: Viktor Tourjansky, Nicolas Farkas
Deutsche Fassung: ?
Dialogregie:
Dialogbuch: ?
Deutscher Verleih: ?
Deutsche Erstaufführung: April 1934

Von dem Film wurde 1934 auch eine englische Fassung hergestellt, mit Charles Boyer, Merle Oberon, John Loder

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Yorisaka                     – Charles Boyer          – Hans Meyer-Hanno
Mitsouko Yorisaka   – Annabella                 – Viktoria von Ballasko
Herbert Fergan         – John Loder               – Harry Giese

Inhalt:

Russisch-Japanischer Krieg, 1904: der japanische Offizier Yorisaka setzt seine Ehefrau Mitsouko auf den britischen Militärattachee an, um ihn auszuspionieren. Doch Mitsouko verliebt sich in den Engländer…

Anmerkungen:

Charles Boyer wurde in diesem Film von Hans Meyer-Hanno (3.6.1906 – 20.4.1945) synchronisiert. Meyer-Hanno war überzeugter Kommunist (KPD Mitglied bis 1933) und während des dritten Reichs im Widerstand aktiv. Er gehörte zu den meistbeschäftigten Synchronschauspielern jener Jahre. Meyer-Hanno wurde einige Tage nach dem 20. Juni 1944 während eines Urlaubs im Salzkammergut verhaftet und nach Berlin verbracht (Vorwurf: „Nichtanzeige eines kommunistischen Unternehmens“). Er wurde im Oktober 1944 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Während der letzten Kriegstage wurde er zum letzten Aufgebot rekrutiert. Dort versuchte er während Schanzarbeiten zu fliehen und wurde von hinten erschossen. Meyer-Hannos jüdische Ehefrau Irene (geb. Sager, 1899-1983) überlebte ihn um beinahe 40 Jahre.

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Schüsse in der Wüste (I 1937 – DF 1942)

Schuesse in der Wueste

Schüsse in der Wüste
Originaltitel: Sentinelle di Bronzo
Produktion: Fono Roma, I, 1937
Regie: Romolo Marcellini
Deutsche Fassung: Wien-Film, Wien
Dialogregie: Dipl. Ing. Bernhard Kulisz
Dialogbuch: Dipl. Ing. Bernhard Kulisz
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: Regionalverleihe, u.a.  Urban-Pfeiffer Filmverleih, Ring-Filmgesellschaft
Deutsche Erstaufführung: 16.09.1942

Rolle- Darsteller– Deutsche Stimme:

Hauptmann Negri        – Fosco Giachetti     – Herbert Brunar
Wachtmeister Amato  – Giovanni Grasso   – Teo Prokop
Dahabo                          – Doris Duranti         – (O-Ton)
Elmi                                – Hassan MohamedWolfgang Newerkla
Ibrahim                         – Abdullah Omer      – Heinz Grohmann
Islam                              – Mohamed Aghi AliHermann Laforet
Giama                            – Ali Ibrahim             – Adolf Goerisch

Inhalt:

Ein italienisches Wüstenfort wird von Arabern belagert. Der Film schildert den heldenhaften Kampf von Hauptmann Negri und seinen Männern.

Anmerkungen:

Dieser Film wurde schon 1937 gedreht, kam aber erst im Herbst 1942 in die deutschen Kinos. Paimann’s Filmlisten aus Wien schwärmten damals (im Geist jener Jahre): „Dieser Film empfiehlt sich vor allem durch seine Echtheit: die realistische Szenerie der Wüste und Eingeborene im Ensemble. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die ungemeine gute Synchronisation, welche neben Eingedeutschten auch, durch Fußtexte (Anmerkung: gemeint sind deutsche Untertitel) erläuterte, Dialogstellen im Idiom der Neger bringt. In der Handlung ist der tempoerfüllte Reportagestil gegenüber einer konventionellen Liebesgeschichte im Vordertreffen, auch Paoletti’s Unterhaltungsmusik wirksam. Saubere Bild- und Tontechnik.“

Scheinwerfer im Nebel (I 1942 – DF 1942)

scheinwerfer im nebel

Scheinwerfer im Nebel
Originaltitel: Fari nella nebbia
Produktion: Fauno, Rom, I 1942
Regie: Gianni Franciolini
Deutsche Fassung: Lüdtke & Rohnstein, Berlin, hergestellt im Juni 1942, JOFA-Atelier Berlin-Johannisthal
Dialogregie: Reinhard W. Noack
Dialogbuch: Reinhard W. Noack
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DiFu – Deutsch-Italienische Film-Union
Deutsche Erstaufführung: 25.11.1942

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Cesare                 – Fosco Giachetti                – Wolfgang Lukschy
Anna                   – Mariella Lotti                   – Erika Goerner
Piera                   – Luisa Ferida                     – Lu Säuberlich
Carlo                   – Antonio Centa                  – Harry Giese
weiterer Synchronsprecher: Christian Gollong

Inhalt:

Der Fernfahrer Cesare hat wenig Zeit für seine Ehefrau Anna. Eines Tages verlässt Anna ihren Ehemann. Cesare will sich mit Piera trösten, doch auch diese verlässt ihn. Währenddessen ist Anna beinahe auf den zwielichtigen Carlo hereingefallen, doch sie besinnt sich und kehrt zu Cesare zurück.

Anmerkungen:

Fosco Giachetti wurde in diesem Film von Wolfgang Lukschy (1905-1983) gesprochen. Dieser begann seine Schauspielerkarriere im Jahre 1928. 1940 war er erstmals im Kinofilm zu sehen: „Friedrich Schiller- Triumpf eines Genies“. 1944 spielte er die männliche Hauptrolle in dem Marika-Rökk-Film „Die Frau meiner Träume“. Nach dem Krieg trat er häufig in Filmen auf, meist in Nebenrollen. Vor allem aber war Wolfgang Lukschy einer der meistbeschäftigten Synchronschauspieler: er synchronisierte u.a. Gary Cooper, Gregory Peck, James Mason oder Stewart Granger.