Karawane (I 1942 – DF 1943)

Karawane1942-2

Karawane
Originaltitel: Una signora dell’ovest
Produktion: Scalera Films, Italien, 1942
Regie: Carl Koch
Deutsche Fassung: Lüdtke & Dr. Rohnstein, Berlin
Dialogregie: Kurt Werther
Dialogbuch: Georg Rothkegel
Tonsystem: RCA-Photophone (I) – Tobis/Klangfilm (D)
Deutscher Verleih: DiFu – Deutsch-Italienische Film-Union
Deutsche Erstaufführung:  März 1943

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme:

Carras                                 – Michel Simon                Walther Suessenguth
Arianna                              – Isa Pola                            Lu Säuberlich
Manuel                               – Rossano Brazzi              Harry Giese
Juanita                                – Valentina Cortese        Erika Goerner
Diego                                   – Renzo Merusi                Eduard Wesener
Palomo                                – Carlo Duse                     Christian Gollong
Miguel                                 – Nicola Bressan              Werner Scharf
Quebrada                            – Cesare Fantoni              Hanns Eggerth
Weiterer Synchronsprecher: Alfred Haase

Inhalt:

Arianna ist Schauspielerin einer Varietétruppe und mit ihrem Kollegen Diego unterwegs im Westen auf der Suche nach Engagements. Sie nehmen an einem Wagenzug teil, der vom reichen Rancher Manuel finanziert wird. Der Leiter des Trupps bringt sie zum Großgrundbesitzer Carras, der ihnen eine alte verlassene Mine überlässt. Carras verfolgt jedoch ganz andere Interessen; er tötet Diego und lenkt den Verdacht auf Manuel, außerdem umgarnt er Arianna, die, ohne von seinen Machenschaften zu ahnen, seiner Werbung nachgibt. Als sie nach Jahren von der Wahrheit erfährt, macht sie sich auf der Suche nach Manuel. Der hat in der Zwischenzeit geheiratet; Arianna wird ihr Leben in Einsamkeit weiterführen.

Anmerkungen:

Ein Western made in Italy- also ein Vorgänger der Italo-Western? Nicht ganz- obwohl Michel Simon -mit wildem Rauschebart- einen fiesen Großgrundbesitzer darstellt, der weder vor Mord noch vor Betrug zurückschreckt, ist der Film mehr ein Melodram- mit ein paar Actionsequenzen. Regisseur Carl Koch (1892-1963) war Deutscher; Ehemann der (Scherenschnitt-)Trickfilmerin Lotte Reiniger („Die Abenteuer des Prinzen Achmed“, 1926). Koch fungierte bei diesem Film als Kameramann.  Nach dem Machtantritt der Nazis gingen Reiniger und Koch nach Frankreich, England und dann nach Italien, wo Koch zwei Filme als Regisseur drehte. Von 1943 bis zum Kriegsende lebte das Ehepaar dann in Berlin. Nach dem Krieg gingen die beiden nach London.
Die deutsche Fassung wurde -wie so viele italienische Filme jener Jahre- bei Lüdtke und Rohnstein in Berlin hergestellt.

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