Ursula Grabley

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(Ursula Margarete Marie Feodora Grabley)
(08.12.1908, Woltersdorf bei Berlin – 06.04.1977, Brilon)

Ihre Eltern waren der Arzt Dr. med. Paul Ludwig Grabley und seine Ehefrau Johanna Elisabeth, geb. Rohrbeck. Sie erhielt Privatunterricht und besuchte Mädchenpensionate in Weimar und Wolfenbüttel. Sie machte eine Ausbildung an der Handelsoberschule in Hamburg und nahm Tanzunterricht an der Tanzbühne Laban. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie an den Hamburger Kammerspielen. Hier lernte sie auch ihren ersten Ehemann, Viktor de Kowa kennen, den sie 1926 heiratete. 1928 gehen die beiden an die Volksbühne in Berlin. Den Durchbruch schafft sie 1930 am Künstlertheater in der Komödie „Jill und Jim“. Es folgen weitere Engagements, u.a. am Theater am Kurfürstendamm. Nachdem sie 1929 -noch im Stummfilm- einen ersten kleinen Filmauftritt hat, gelingt ihr im Tonfilm ab 1931 der Durchbruch. Als modernes Mädel -selbstbewusst, burschikos, unbekümmert und temperamentvoll- (CINEGRAPH) ist sie die Partnerin von Harry Liedtke, Siegfried Arno, Conrad Veidt oder Hans Söhnker. Mit blonden Haaren präsentiert sie sich in Harry Piels „Der Dschungel ruft“ (1936). Mit Piel war sie auch in „Der unmögliche Herr Pitt“ (1938) auf der Leinwand zu sehen. Im selben Jahr heiratet sie, inzwischen von Viktor de Kowa geschieden, Edgar Heyl. 1939 wird sie nach einer Auseinandersetzung mit Propagandaminister Goebbels für den Film kaltgestellt. Sie spielt Theater und leiht ausländischen Kolleginnen in der Synchronisation ihre Stimme. Erst gegen Kriegsende sieht man sie wieder in kleineren Rollen beim Film, so in Käutners „Unter den Brücken“. Nach dem Krieg lebt Ursula Grabley in Hamburg. Sie spielt vor allem am Theater und tritt ab 1949 gelegentlich in Kinofilmen vor die Kamera, später auch im TV („Der Kommissar“) auf. Ab 1939, nach ihrer Auseinandersetzung mit Goebbels, synchronisiert Ursula Grabley viele Hauptrollen. Auch nach dem Krieg ist sie immer wieder im Synchronstudio aktiv.
Ursula Grabley, seit 1968 mit ihrem Jugendfreund Werner Gumpert verheiratet, erliegt am 6. April 1977 während einer Theatertournee im sauerländischen Brilon einem Schlaganfall.

Synchronrollen bis 1945 (Auswahl):
(angegeben sind der deutsche Verleihtitel, der synchronisierte Schauspieler, Synchronfirma und Synchronjahr)

  • Rivalin der Zarin (Annie Vernay, Lüdtke & Rohnstein, 1939)
  •  Katja, die ungekrönte Kaiserin (Danielle Darrieux, Lüdtke & Rohnstein, 1939)
  •  Ein Mann wird entführt (Maria Denis, Lüdtke & Rohnstein, 1940)
  •  Lotterie der Liebe (Laura Nucci, Lüdtke & Rohnstein,  1940)
  •  Alarm im Warenhaus (Assia Noris, Lüdtke & Rohnstein, 1940)
  •  Skandal um Dora (Assia Noris, Lüdtke & Rohnstein, 1940)
  •  Sehnsucht (Estrellita Castro, Lüdtke & Rohnstein, 1941)
  •  Fräulein Frechdachs (Luisa Garella, Lüdtke & Rohnstein, 1942)
  •  Nachtfalter (Hanna Witt/ Hana Vitova, Lüdtke & Rohnstein, 1942/43)

 

 

 

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