Bengali (USA 1934 – DF 1935)

bengali-2
dt. Wiederaufführungsplakat (1951)

Bengali
Originaltitel: The Lives of a Bengal Lancer
Produktion: Paramount, 1934
Regie: Henry Hathaway
Deutsche Fassung: Tobis Melofilm für Paramount Filmgesellschaft (?)
Dialogregie: ?
Dialogbuch: ?
Tonsystem: Western Electric (USA) – Tobis-Klangfilm (D)
Deutscher Verleih:  Paramount Filmverleih, Berlin
Deutsche Erstaufführung:  21.02.1935

Rolle- DarstellerDeutsche Stimme

Lt. Alan McGregor           – Gary Cooper                Werner Schott
Lt. John Forsythe             – Franchot Tone            Harry Giese
Lt. Donald Stone              – Richard Cromwell      – Fritz Ley
Oberst Stone                     – Guy Standing              Walter Werner
Major Hamilton               – C. Aubrey Smith         Rudolf Klein-Rogge
Tanja Wolkanskaja          – Kathleen Burke            Barbara von Annenkoff
Mohammed Khan            – Douglass Dumbrille   – ?
Hamzulla Khan                 – Monte Blue                  Hanns Eggerth
Emir                                      – Akim Tamiroff            S. O. Schoening

Inhalt:

Indien während der britischen Kolonialzeit im 19. Jahrhundert. Die 41. Lanzenreiter-Kompanie unter dem Kommando von Lt. Alan McGregor ist  im Nordwesten Indiens stationiert. Zwei neue Leutnants sollen McGregor unterstützen: es sind  John Forsythe und Donald Stone, welcher der Sohn von Oberst Stone ist. Mohammed Khan plant einen Aufstand gegen die Briten. Es gelingt Mohammed Khan Lt. Stone gefangen zu nehmen. Sein Vater, Oberst Stone, verbietet eine Rettungsaktion um ihn zu befreien. Doch McGregor und Forsythe versuchen auch ohne Genehmigung, ihren Kameraden zu befreien. Doch sie werden selbst von Khan gefangengenommen. Die drei britischen Offiziere werden gefoltert. Unter der Folter bricht Stone zusammen und gibt den Aufständischen wichtige Informationen über eine Munitionslieferung, die daraufhin von den Rebellen abgefangen wird. Nun wird Khans Versteck von den Lanzenreitern angegriffen. Während der Kampfhandlungen gelingt es den drei Offizieren, sich zu befreien. Donald Stone tötet Mohammed Khan; damit ist er rehabilitiert.

Anmerkungen:

Einer der erfolgreichsten US-Filme im Deutschland der 1930er Jahre. Ausgezeichnet mit den Prädikaten „volksbildend“ und „künstlerisch wertvoll“. Keinem anderen US-Film wurden diese beiden Prädikate gleichzeitig verliehen. Angeblich soll es sogar Hitlers Lieblingsfilm gewesen sein. Vermutlich wurde die deutsche Fassung noch von der Tobis-Melofilm hergestellt; die fast zeitgleich hergestellte Fassung von „Cleopatra“ lässt darauf schließen. Unter den Synchronschauspielern findet man auch den Kölner Schauspieler Rudolf Klein-Rogge (1885-1955). Er wurde bekannt als Dr. Mabuse in den Fritz-Lang-Filmen „Dr. Mabuse, der Spieler“ (1922) und „Das Testament des Dr. Mabuse“ (1933, in Nazi-Deutschland verboten). Eine interessante Biographie hat Barbara von Annenkoff, im Film die deutsche Stimme von Kathleen Burke. Sie wurde als Varvara Annenkowa am 13. Februar 1900 im russischen St. Petersburg geboren. Ihr Vater war ein bedeutender Verleger, der u.a. die Werke Alexander Puschkins herausbrachte. In den 1920er Jahren war Barbara von Annenkoff mehrfach in deutschen Spielfilmen zu sehen, u.a. in „Ein Sommernachtstraum“ (1925), in welchem sie die Partnerin von Hans Albers war. Ihr letzter Stummfilm war der bekannte „Looping the Loop“ (1928, mit Werner Krauß). Zum Tonfilm kam von Annenkoff erst Mitte der 1930er Jahre; wo sie aber nur kleinere Rollen bekam. So war sie z.B. in Luis Trenkers „Der Kaiser von Kalifornien“ (1936) als Casino-Besucherin zu sehen. Nach dem Krieg lebte Barbara von Annenkoff in Baden-Baden, wo sie gelegentlich Theater spielte und in einigen Hörspielen mitwirkte. Sie starb 1979; der genaue Todestag ist nicht bekannt.

US-Video-Trailer

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